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Hannover 96 Ya Konan meldet sich mit Traumtor zurück
Sportbuzzer Hannover 96 Ya Konan meldet sich mit Traumtor zurück
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00:18 09.04.2015
Von Norbert Fettback
„Noch mal versucht“: Didier Ya Konan (96, l.) und Frankfurts Sonny Kittel.
„Noch mal versucht“: Didier Ya Konan (96, l.) und Frankfurts Sonny Kittel. Quelle: Boris Roessler
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Frankfurt

Zu diesem Zeitpunkt hätte er sich längst einen Durchhalteorden verdient gehabt. Oder aber den Platz unter der Dusche. Was Didier Ya Konan im Frankfurter Stadion in der zweiten Halbzeit bis zu jener 82. Minute gezeigt hatte, das verdiente mitunter schon ein wenig Mitleid. Da mühte sich einer sichtlich, nach einer langen Pause wieder Fuß zu fassen in einer Mannschaft, mit der er mal große Erfolge gefeiert hatte. Und dann kam so gut wie nichts dabei heraus. Und wenn sich für den einstmals schnellen Stürmer mal eine Chance ergab, dann war sie schnell wieder dahin. So wie in der 52., 56 und 68. Minute.

Doch das war nicht alles, was von ,Didi’ in Frankfurt in Erinnerung blieb - zum Glück für 96. Denn in der 82. Spielminute hatte der Ivorer seinen großen Auftritt, mit dem so gut wie niemand noch gerechnet hatte. Von Lars Stindl angespielt, legte er sich den Ball vom rechten auf den linken Fuß - ein kurzer Blick Richtung Kevin Trapp im Eintracht-Tor, dann ein Schlenzer mit jeder Menge Gefühl: Fertig war das 2:2. „Das war wie im Training“, sagte der 30-Jährige freudestrahlend. „Ich habe es so noch mal versucht und bin sehr glücklich.“

Ein Tor von enormer Wichtigkeit für Hannover 96 und mit einer ungewöhnlichen Vorgeschichte. Seit seiner Rückkehr von seinem glücklosen Abstecher aus Saudi-Arabien im Januar kämpfte Ya Konan mehr gegen seine fehlende Fitness als gegen Verteidiger anderer Bundesligaclubs. Zweimal hatte ihn Trainer Korkut zuvor auf Feld geschickt, zusammen für ganze 27 Minuten. In Frankfurt musste der Stürmer die ganze Spielzeit ran: Sein Kollege Joselu fiel kurzfristig ebenso aus wie Artur Sobiech, der einen Innenbandriss auskuriert. Viel mehr, gemessen an Erstligaanforderungen, gibt die sogenannte Offensivabteilung der „Roten“ personell nicht her.

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Normalerweise wäre Korkut nicht darauf gekommen, Ya Konan in die Startelf zu beordern - zu groß sind nach wie vor dessen körperliche Defizite. „Wir wussten, das es für ihn kein einfaches Spiel wird“, sagte der Coach. Ya Konan sollte spielen, „solange es geht“. Es ging, was gut für 96 war, nicht nur 81 Minuten; auch weil Korkut sich überaus geduldig zeigte. „Wir wissen, was ,Didi’ kann“, sagte Sportdirektor Dirk Dufner. „Deshalb haben wir ihn zurückgeholt.“

Ausgerechnet in Frankfurt hatte Ya Konan zuvor zuletzt für 96 getroffen: beim 3:2-Sieg für die „Roten“ im April 2014. Ein knappes Jahr später zeigte er, dass er es noch kann. „Er ist noch nicht bei 100 Prozent. Das heißt nicht, dass er uns nicht helfen. Er ist immer gut für eine gefährliche Aktion“, sagte Korkut vor dem Spiel. Der Trainer irrte sich nicht. Und auf ,Didi’ warten weitere Aufgaben.

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