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Hannover Scorpions Hannover Scorpions verkaufen ihre Erstliga-Lizenz
Sportbuzzer Hannover Scorpions Hannover Scorpions verkaufen ihre Erstliga-Lizenz
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13:27 05.06.2013
Von Christian Purbs
Nur noch Geschichte: DEL-Spiele der Scorpions in der TUI-Arena wird es nicht mehr geben. Quelle: Petrow
Hannover

In der aktuellen Ausgabe der Fachzeitung „Eishockey News“ ist auf Seite 28 der aktuelle Kader des Erstligisten Hannover Scorpions für die neue Saison in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) veröffentlicht. Namen von Spielern sind dort nicht zu finden, weil lediglich Trainer Igor Pavlov einen Vertrag für die neue Spielzeit besitzt. Seit Mittwoch sieht es ganz danach aus, als ob der Name der Hannover Scorpions ganz aus der DEL verschwindet und stattdessen die Schwenniger Wild Wings deren Platz einnehmen. Am Abend wurden die Spieler des alten Scorpions-Kaders, die noch nicht anderswo unterschrieben haben, von Klub-Eigentümer Günter Papenburg über die Pläne informiert.

Auch wenn noch Details geklärt werden müssen, der Verkauf der Scorpions-Lizenz an den Zweitligisten aus dem Schwarzwald scheint beschlossene Sache zu sein. „Wir haben uns mit Schwenningen im Kern geeinigt, dass Bereitschaft besteht. Jetzt sind die Anwälte damit beschäftigt, das Thema aufzuarbeiten und daraus einen Vertrag zu machen“, sagte gestern Scorpions-Sportdirektor Marco Stichnoth. In den vergangenen Wochen sind sich beide Parteien „bei der Summe für den Verkauf nähergekommen. Wir haben schon längere Zeit drauf hingewiesen, dass wir beabsichtigen, unsere Gesellschaftsanteile zu verkaufen, damit ein anderer Verein die DEL-Lizenz erwerben kann. Schwenningen hat Bedarf und möchte gerne in die Liga“, sagte Stichnoth.

Nach 17 Jahren wird das Kapitel DEL wahrscheinlich schon morgen Geschichte sein. Dann endet die Frist der DEL für die Vereine, um die Lizenzunterlagen für die neue Saison einzureichen. Sollten die Verhandlungen mit Schwenningen doch scheitern, könnten die Scorpions die geforderten Unterlagen morgen noch abschicken. Doch danach sieht es nicht aus. Statt in der TUI-Arena vor mehreren Tausend Zuschauern gegen die Eisbären Berlin werden die Scorpions in Zukunft vor einigen Hundert Fans in der 2. Liga, für die die Scorpions vorsorglich gemeldet haben, in der Soccio-Hall in Langenhagen gegen Teams wie Bietigheim Steelers spielen. Den Neustart müsste der Klub allerdings mit seinem Stammverein in Angriff nehmen. Erstklassiges Eishockey wird es dann in Hannover nicht mehr zu sehen geben.

Ganz unerwartet kommt der Rückzug aus der DEL nicht. Nach dem Ende der vergangenen Saison hatte sich der Meister von 2010 intensiv Gedanken um die Zukunft des defizitären Klubs gemacht. Der gemeinsame Aufsichtsrat von TUI-Arena und Scorpions hatte Klub-Eigentümer Papenburg Anfang des Monats die Empfehlung gegeben, sich aus finanziellen Gründen vom Eishockey in der Arena am Messegelände zu trennen. „Es nutzt ja nichts, wenn man immer weiter Verluste macht. Da muss man Herrn Papenburg auch zugestehen, dass er irgendwann sagt, dass er das nicht mehr alleine tragen kann“, sagte Stichnoth.

Die Hannover Scorpions stehen unmittelbar vor dem Aus in der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Die Verhandlungen mit Schwenningen über den Verkauf der Lizenz stehen offenbar kurz vor dem Abschluss.

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