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00:15 13.03.2013
Von Björn Franz
Auf Wiedersehen – Sascha Goc winkt zum Abschied. Quelle: Petrow
Krefeld

Sie gaben alles. Bis zur letzten Minute. Doch obwohl sich die Hannover Scorpions durch einen Treffer von Scott King 23 Sekunden vor Schluss der regulären Spielzeit noch einen Punkt bei den Krefeld Pinguinen erkämpften, reichte es nicht. Selbst ein Sieg nach Verlängerung oder Penaltyschießen wäre angesichts der Siege von Straubing und Wolfsburg zu wenig gewesen, um am letzten Vorrundenspieltag der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) doch noch den Sprung zurück auf einen der zehn Play-off-Plätze zu schaffen. So verloren die Hannoveraner in Krefeld letztlich mit 5:6 (0:2, 3:2, 2:1) nach Verlängerung – und verabschiedeten sich damit denkbar knapp als Tabellenelfter in den Sommerurlaub.

Entsprechend niedergeschlagen saßen die Hannoveraner nach dem Spiel in der Kabine. Zumal sich dort auch noch ein Profi von ihnen verabschiedete, der in den vergangenen sechs Jahren eine der prägenden Figuren bei den Scorpions war: Chris Herperger verkündete sein Karriereende – nachdem er sich noch einmal in den Dienst der Mannschaft gestellt hatte. Obwohl der 39-Jährige noch immer unter den Nachwirkungen einer Gehirnerschütterung leidet, lief er an alter Wirkungsstätte ein letztes Mal auf und sammelte mit der Vorlage zum 2:3 durch Gerit Fauser sogar noch seinen insgesamt 235. Scorerpunkt im Scorpions-Trikot. Das wird er künftig nicht mehr tragen, doch vielleicht gibt es ja ein Wiedersehen in anderer Funktion: Nach HAZ-Informationen ist Herperger für die kommende Saison als Kotrainer von Igor Pavlov im Gespräch.

In Krefeld bewies der Stürmer aber noch einmal auf dem Eis Charakter. So wie der Rest der Mannschaft, die sich auch von mehreren Rückständen und den Zwischenständen aus den anderen Eishallen nicht unterkriegen ließ. Zwar sah es angesichts der zwischenzeitlichen Führung aller drei Konkurrenten – München, Straubing und Wolfsburg – nach dem 2. Drittel schon so aus, als sollte selbst ein glatter Sieg der Scorpions in Krefeld nicht zum Erreichen der Play-offs reichen. Doch die Hannoveraner kamen auch nach dem 3:4 durch Kevin Clark, das ganze 0,9 Sekunden vor Ende des Drittels fiel, wieder zurück.

Zunächst glich Andreas Morczinietz zum 4:4 aus. Und als dann auch noch der Rivale aus München in Hamburg seine Führung verspielt hatte, schöpften die Hannoveraner noch einmal Mut. „Die Jungs wussten vom 2:1 der Hamburger und haben noch einmal alles nach vorne geworfen“, sagte Manager Marco Stichnoth, dessen Team mit einem glatten Sieg in Krefeld tatsächlich noch auf Platz 10 geklettert wäre. Doch stattdessen nutzten die Pinguine mitten in der Druckphase der Gäste einen Konter durch Boris Blank zum 5:4. Und so reichte auch der späte Ausgleich durch King nicht mehr, um das vorzeitige Saisonende der Hannover Scorpions zu verhindern.

Die Stimmung war prächtig. 4152 Zuschauer in der TUI Arena klatschten und brüllten am Freitagabend aus Leibeskräften, um die Hannover Scorpions in den letzten Minuten des so wichtigen Spiels gegen die Straubing Tigers zum Sieg zu treiben. Doch dann wurde es auf einmal mucksmäuschenstill im weiten Rund.

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