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Hannover Scorpions Heiko Rehberg über die Hannover Scorpions
Sportbuzzer Hannover Scorpions Heiko Rehberg über die Hannover Scorpions
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00:15 26.05.2013
Von Heiko Rehberg
Eine volle TUI Arena wie im Playoff-Halbfinale wird es zukünftig durch Hannovers Eishockey nicht mehr geben. Quelle: Archiv
Hannover

Erinnert sich noch jemand an das Jahr 2010? Es war April, und Hannover war die deutsche Eishockey-Hauptstadt. Die Scorpions hatten in der DEL sensationell und erstmals in der Vereinsgeschichte die Meisterschaft gewonnen, und die Puckjagd der Indians am Pferdeturm war ohnehin kultig. Ein sportlich erfolgreicher Erstligist, ein Zweitligist mit Tradition und großer Fankultur: Eishockey in Hannover machte Spaß.

Drei Jahre später sind die Indians pleite, und die Scorpions hängen in der TUI-Arena das „Verkauft“-Schild vor die Hallentür. Das war’s mit Spitzen-Eishockey in Hannover. Und wer hat Schuld daran?

Niemand muss mit dem Finger auf Günter Papenburg zeigen. Er hat jahrelang zig Millionen Euro in die Scorpions gepumpt, als Unternehmer muss er irgendwann die Notbremse ziehen, wenn der Sport dauerhaft ein Minusgeschäft bleibt. Auch an einem wie dem umtriebigen Sportdirektor Marco Stichnoth lag es nicht.

Den Schwarzen Peter der Messe AG zuzuschieben ist aber zu einfach. Nach dem Umzug aus der Wedemark nach Hannover haben die Scorpions guten Sport geboten, aber nicht genügend Herzen erobert. Mehr als 3000 Zuschauer kamen selten in die riesige TUI-Arena, in der Beliebtheitstabelle kamen die Scorpions in der Stadt an den Indianern einfach nicht vorbei.

Wie immer wird es irgendwie weitergehen, auch mit den Scorpions, wahrscheinlich alles ein bisschen kleiner und sportlich unwichtiger in Langenhagen. Eishockey-Funktionäre sind flexibel, wenn es darum geht, irgendwelche Ligen zurechtzuzimmern: Vielleicht spielen demnächst ein Indians-Nachfolger und die Scorpions in einer 2. Liga? Fast alles ist denkbar und möglich, außer eine Fusion der beiden Klubs. Eher wird Eishockey in Hannover mit einer Frisbee-Scheibe gespielt!

Schade!

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