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Hannover Scorpions Scorpions-Spiel wird von ARD-„Sportschau“ übertragen
Sportbuzzer Hannover Scorpions Scorpions-Spiel wird von ARD-„Sportschau“ übertragen
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21:56 08.10.2010
Von Björn Franz

Das Timing könnte besser sein. Da sind die Hannover Scorpions am heutigen Sonnabend von 18 Uhr an erstmals in der ARD-“Sportschau“ zu sehen, und dann dreht sich zunächst einmal alles um die derzeitige Unruhe beim deutschen Eishockey-Meister. Als Einstimmung auf den etwa fünfminütigen Bericht vom Spitzenspiel gegen die Adler Mannheim, dessen Eröffnungsbully extra für das Fernsehen auf die ungewohnte Zeit am Sonnabend um 14.30 Uhr verlegt wurde, zeigt der Sender die Zeitungsschlagzeilen der vergangenen Tage. Und in denen geht es fast ausnahmslos um den geforderten Gehaltsverzicht sowie den Abgang von Profis wie Nikolai Goc und Travis Scott.

Dabei hätte die Sportart positivere Schlagzeilen mindestens ebenso nötig wie häufigere Berichte im frei empfangbaren Fernsehen. Denn die Zeiten, in denen man regelmäßig Bilder von Eishockeyspielen an der Düsseldorfer Brehmstraße, der Kölner Lentstraße oder aus Rosenheim im öffentlich-rechtlichen Fernsehen sehen konnte, sind schon lange vorbei. In der „Sportschau“ dominiert der Fußball. Inzwischen sogar so sehr, dass Sonnabends in den 30 Minuten vor der eineinhalbstündigen Bundesliga-Berichterstattung nicht aus den höchsten deutschen Ligen im Handball, Basketball oder Eishockey berichtet wird, sondern über die 3. Fußball-Liga. Dabei haben ARD und ZDF alle nötigen Nachverwertungsrechte. Doch meist werden die nur von den 3. Programmen oder von Sendungen wie dem „Morgenmagazin“ genutzt.

Selbst im Programm des großen deutschen Spartensenders Sport1, der regelmäßig Handball- und Basketballspiele sowie die Eishockey-WM live überträgt, sucht man die Deutsche Eishockey-Liga (DEL) vergeblich. Bis zum Jahr 2001 war die schnellste Mannschaftssportart der Welt dort vertreten – damals noch im Deutschen Sport-Fernsehen (DSF). Doch seitdem hat das Eishockey seine Nische beim Bezahlsender „Sky“, der noch bis zum Ende der kommenden Saison wöchentlich zwei Partien live überträgt. Und damit fernab von der breiten Masse der sportinteressierten Fernsehzuschauer.

Langsam scheint aber etwas Bewegung in die Situation zu kommen. Zwar muss die Fußball-Bundesliga schon pausieren, damit es das Eishockey auch einmal in die „Sportschau“ am Sonnabend und damit als Lückenbüßer auf die große Fernsehbühne schafft. Doch dafür sind die Klubs gerne bereit, eine Partie zu verlegen. „Wir wollen schon länger ins öffentlich-rechtliche Fernsehen, das sind wir unseren Sponsoren schuldig“, sagt Scorpions-Geschäftsführer Marco Stichnoth, der Mitglied der Medien- und Marketingkommission der DEL ist. „Aber Freitags gibt es keine Sendung, Sonnabends keine Spiele, und Sonntags ist den Sendern das Zeitfenster zwischen unseren Partien und den Sendungen zu klein.“

Bleibt noch der zweite Spartensender: Eurosport. Und der hat – wohl auch durch die 178 Millionen Zuschauer, die in Deutschland bei der Heim-WM im Mai auf Sport1 eingeschaltet haben – Gefallen am Eishockey gefunden. Acht Spiele überträgt der Sender in dieser Saison live, darunter das Spiel der Scorpions in Nürnberg am 19. Oktober. Es ist ein Anfang.

Nach HAZ-Informationen wird der deutsche Eishockeymeister Hannover Scorpions am 3. September den Spielbetrieb aufnehmen. Damit ist die angedrohte Lizenzrückgabe vorerst vom Tisch.

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