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Sportmix Regional Derbyzeit in der 3. Liga Nord
Sportbuzzer Sportmix Regional Derbyzeit in der 3. Liga Nord
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17:16 26.04.2018
Im Hinspiel sind Florian Freitag (links) und Handball Hannover-Burgwedel im Duell mit Dominik Kalafut und der TSV Burgdorf II chancenlos. Quelle: Bork
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Handball

Es ist so etwas wie der Tiefpunkt einer schlechten Hinrunde gewesen, dieses 25:34 in Burgdorf. Ohne größere Gegenwehr ergaben sich die Spieler von Handball Hannover-Burgwedel am 24. November des vergangenen Jahres bei der TSV-Reserve in ihr Schicksal. Etwas, das vor allem in einem Derby tiefe Wunden hinterlässt. Nach nur sechs Punkten in der ersten Saisonhälfte hat es die Sieben von Trainer Jürgen Bätjer in diesem Jahr zwar geschafft, den größten Teil ihrer Altlasten aus den Kleidern zu schütteln – seit dem vergangenen Wochenende steht der Klassenerhalt fest –, doch ein Makel bleibt. Und genau den kann der HHB am Freitag (20 Uhr) im letzten Heimspiel gegen den Nachbarn beseitigen.

Heimrecht in der Qualifikation?

Natürlich gibt es auch zu diesem Zeitpunkt der Saison noch immer Ziele, auf beiden Seiten, eigentlich kann es jedoch keine besseren Voraussetzungen für dieses Nachbarschaftsduell geben. In letzter Konsequenz geht es einzig und allein um das Prestige – mit dem einen oder anderen schönen Nebeneffekt im Falle eines Sieges. Die TSV-Reserve will ihren Zwei-Punkte-Vorsprung auf den Tabellensechsten aus Potsdam ins Ziel bringen, die Burgwedeler wollen am Ende auf Rang zehn einlaufen. Dieser würde Bätjers Sieben Heimrecht in der 1. Runde der nach der Spielzeit folgenden Qualifikation für den DHB-Pokal 2018/ 2019 bescheren. Die acht Mannschaften zwischen Platz fünf und 13 – die Burgdorfer sowie die Flensburger Reserve einmal ausgenommen – ermitteln am 19./20. Mai sowie in der 2. Runde eine Woche später die beiden fehlenden Teams, die sich zusammen mit den vier Erstplatzierten der Nordstaffel für den attraktiven Pokalwettbewerb qualifizieren.

Das Hinspiel, der Tabellenstand und alle übrigen Begleiterscheinungen sind für Heidmar Felixson in so einem Spiel nebensächlich. „Alle Leute, die auf der Platte stehen, werden heiß sein“, sagt Burgdorfs Trainer, der in personeller Hinsicht nach der Rückkehr der zuletzt fehlenden Lars Hoffmann und Lennart Koch die Qual der Wahl hat. Mit einem derart deutlichen Ergebnis wie im ersten Aufeinandertreffen rechnet Felixson nicht. „Das wird ein 50:50-Spiel, die Burgwedeler sind eine ganz andere Mannschaft als in der Hinrunde.“

Bätjer hält Anspannung hoch

Diese Aussage belegen 13:11 Burgwedeler Punkte in der zweiten Saisonhälfte. Bätjer hält die Anspannung auch ohne die fehlenden Artjom Antonevitch und Thomas Bergmann (zwei Wochen Pause aufgrund von Achillessehnenproblemen) bewusst hoch. „An meinen Ansprüchen hat sich nichts geändert, ganz egal, ob jetzt ein Derby kommt oder irgendein anderes Spiel“, sagt Burgwedels Trainer. Nach dem mauen Auftritt in der Vorwoche in Rostock (31:35) hätten sie sich in die Augen geschaut, sagt Bätjer – das Ergebnis: „Wir schenken nichts ab, geben bis zum Ende alles und wollen mit einem positiven Eindruck aus der Saison gehen. Und wer sich mit dem Klassenerhalt zufriedengibt und in den letzten Spielen nicht mehr an seine Grenzen geht, ist hier fehl am Platz.“

Von Christoph Hage