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Sportmix Regional Handball Hannover-Burgwedel ist gerettet
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18:17 23.04.2018
„ich erwarte bis zur letzten Minute 100 Prozent Einsatz und Leidenschaft“: Burgwedels Trainer Jürgen Bätjer ist nach der 13. Niederlage alles andere als gut gelaunt gewesen.
„ich erwarte bis zur letzten Minute 100 Prozent Einsatz und Leidenschaft“: Burgwedels Trainer Jürgen Bätjer ist nach der 13. Niederlage alles andere als gut gelaunt gewesen. Quelle: Plümer
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Handball

Ein Satz mit X – für die beiden Teams in der 3. Liga Nord ist am drittletzten Spieltag nicht viel zu holen gewesen.

HC Empor Rostock35 Handball H.-Burgwedel31

Am Ende ist die 13. Niederlage der Saison nicht mehr entscheidend gewesen. Durch die beiden Pleiten der HG Barmbek und des VfL Fredenbeck hatten die Burgwedeler den Klassenerhalt bereits vor der Partie in Rostock sicher. Die Laune des Trainers Jürgen Bätjer hielt sich nach dem 31:35 (12:13) dennoch in Grenzen. Darf man gratulieren, wurde er gefragt. „Wozu?“, antwortete er genervt mit einer Gegenfrage.

Er habe der Mannschaft in der Ansprache gesagt, die Partie sei ein Charaktertest. Hat sie diesen denn bestanden? „Die Trainingswoche war blöd“, antwortete Bätjer ausweichend. „Und dann ist es schwierig, vom Kopf her umzuschalten, so als wenn es um Leben und Tod geht. Aber genau das habe ich erwartet.“ Für den Gegner sei es um zwei wichtige Punkte im Abstiegskampf gegangen, und bei seinen Akteuren sei da dieser kleine Mann im Kopf gewesen. „Das ist das, was mich tierisch nervt“, sagte Bätjer.

Der HHB hatte nur schleppend in die Partie gefunden. Zudem bekam Florian Freitag in der Anfangsphase einen Schlag ins Gesicht – „Das war Rot, und nicht nur zwei Minuten“ (Bätjer) – und musste minutenlang am Unterkiefer behandelt werden.

Dass seine Auswahl die Partie trotz eines pomadigen Auftritts bis zum 28:28 (54.) offen hielt, konnte Bätjer nicht mehr milde stimmen. „Die Saison ist noch nicht zu Ende, ich erwarte bis zur letzten Minute 100 Prozent Einsatz und Leidenschaft“, sagte Burgwedels Trainer. „Nach zehn Minuten haben wir keinen Torwart mehr, und wenn du keinen Ball hältst, kannst du Jahre spielen. Von Außen war jeder Ball drin.“ Auf der anderen Seite habe sich sein Team zahlreiche technische Fehler geleistet: „Das war viel Gewürge.“

Handball Hannover-Burgwedel: Kinzel, Räbiger (ab 21.) – Herbold (13/6), Bergmann (5), Dunekacke, Freitag (je 3), Michailidis, Fischer, Paternoga (je 2), Behr (1), Behnke, Weit

StIere Schwerin28 TSV Burgdorf II24

Keine Punkte hat es für die Reserve der TSV Burgdorf beim Auftritt in der Landeshauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns gegeben. Trotz überwiegend zufriedenstellender Leistung musste sich die Sieben von Trainer Heidmar Felixson den Mecklenburger Stieren Schwerin mit 24:28 (12:14) geschlagen geben. „Wir müssen die Niederlage akzeptieren, wir hatten einen zu langen Durchhänger“, berichtete der Coach.

Die Anfangsphase stand ganz im Zeichen der Torhüter. Sowohl der Schweriner Jan Kominek als auch Burgdorfs Fabian Ullrich hielten überragend. Nachdem A-Junior Veit Mävers für eine 12:10-Führung gesorgt hatte (26.), schienen die Gäste auf einem guten Weg zu sein. „Leider hat es dann einen Bruch in unserem Spiel gegeben, zahlreiche technische Fehler schlichen sich ein“, sagte Felixson. Die Hausherren bestraften die zwölfminütige Torflaute der TSV mit einem 8:0-Lauf. Bereits kurz nach Wiederanpfiff war die Partie praktisch entschieden. Felixson reagierte mit vielen Wechseln, ohne den Spielverlauf noch einmal drehen zu können.

Als freundliche Helfer zeigte sich die Mannschaft auf der Rückfahrt: Bei Hamburg bemerkte Busfahrer Ramazan Güler einen defekten Reisebus auf dem Standstreifen, hielt kurzerhand an und nahm die 20 Rentner bis zum nächsten Rasthof mit. Fazit: Keine Punkte, aber viele neue Freunde gewonnen.

TSV Burgdorf II: Wilde, Ullrich – Dräger (6/5), Mävers (5), Donker, Büchner, Marx, Krone, Krenke (je 2), Feise, Baune, Thiele (je 1), Diebel, Schröter

Von Christoph Hage und Rolf Linda