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Sportmix Regional MTV Engelbostel-Schulenburg verteidigt Pole Position
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01:50 14.03.2018
Nerven wie Drahtseile: Sarah Falczyk liefert gegen Ricarda Hubert das Spiel des Jahres ab. Quelle: Marx
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Tischtennis

18 Heimspiele in dieser und der zurückliegenden Saison – 16 Siege, ein Remis und nur eine Niederlage: Sollten die Frauen des MTV Engelbostel-Schulenburg tatsächlich den Durchmarsch in die Regionalliga packen, hätten sie dies nicht zuletzt ihrer Heimstärke zu verdanken. Nach dem 8:3 in der abschließenden Oberliga-Heimpartie der laufenden Runde gegen Mitkonkurrent TSV Heiligenrode geht das Team von Trainer Stephan Hartung mit 25:5 Zählern, einem Zwei-Punkte-Polster und dem deutlich besseren Spielverhältnis in das Gipfeltreffen am 25. März beim SSV Neuhaus (21:7).

„Gefühlt war das ja schon ein Play-off-Spiel“, sagte Hartung nach 175 packenden Minuten, in denen die vier Engelbostelerinnen eine „richtig, richtig starke Leistung“ an den Tisch gebracht hatten. „Das war ein absolutes Spektakel.“ Spitzenkraft Kateryna Yakymenko hatte nach ihrer Hochzeit in der Ukraine nicht einmal mit ihrem Team trainiert und war quasi vom Flughafen in die Halle durchgestartet – mit zwei Einzelsiegen und dem Doppelerfolg an der Seite von Sarah Fal­czyk. Wie das zweite MTV-Duo – Tabea Braatz und Jessika-Joyce Xu unterlagen mit 2:3 –, lag auch das Spitzendoppel mit 0:2 nach Sätzen zurück, fuhr aber noch einen von drei Siegen in der Verlängerung ein. „Das war ganz wichtig“, sagte Hartung.

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Eines von vielen Schlüsselspielen entschied Braatz mit 10:12, 13:15, 11:5, 11:8 und 11:9 für sich. Bei Falczyk, die ihr zweites Einzel mit 7:11, 17:15, 11:6, 14:12 gewann, bedankten sich einige Zuschauer hernach für das Spiel des Jahres. „Abwehr gegen Angriff – das meiste hat Ricarda Hubert zurückgebracht, aber Sarah hat geduldig und clever gespielt und nicht den Kopf verloren“, lobte ihr Trainer. Wie Xus zweites Einzel (10:12, 19:17, 15:13, 11:9) sei auch diese Begegnung eine gefühlte Fünf-Satz-Partie gewesen.

Mit dem erhofften Happy End für die Gastgeberinnen. „Das war ein wunderbarer Abschluss“, sagte Hartung, dessen Team sich in Neuhaus, einem von noch drei Auswärtsspielen, nun sogar eine Niederlage erlauben dürfte.

Von Christoph Hage

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