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Sportmix Regional TKH wirft Halle aus der Halle
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15:27 05.02.2018
AGGRESSIV AM BALL: TKH-Top-Scorerin Melissa Jeltema erzielte gegen Halle 26 Punkte. Quelle: Petrow
Hannover

Die Basketball-Damen des TK Hannover jubelten mit den Fans über den 95:67-Sieg gegen Halle, ihr Trainer sparte sich die Feierei. Rodger Battersby hatte großen Redebedarf. Nach der Schlusssirene wirkte er minutenlang per Monolog auf das Schiedsrichterduo ein. Freundschaftlich legte er dabei seine Hände auf die Schultern der Unparteiischen, die aufmerksam zuhörten.

Geht es um den Schutz seiner Spielerinnen oder Fehlentscheidungen, kennt Battersby keine Zurückhaltung. Eineinhalb Minuten vor dem Ende, als das Spiel schon längst entschieden war, wurde Stefanie Grigoleit bei einem Fast-Break regelwidrig gestoppt. Der Pfiff blieb jedoch aus. Battersby, der schon in den vorangegangenen Minuten heißgelaufen war, zeterte dermaßen, dass ihn die Schiris mit einem technischen Foul belasteten.

„Da ist der Trainer wie ein Papa für uns, er will uns nur beschützen“, erklärt Top-Spielerin Grigoleit, die gegen Gisa Lions SV Halle überragende 22 Punkte und 13 Rebounds sammelte – ein „Double-Double“, zweistellige Werte in zwei Kategorien. Dazu klaute sie sechsmal dem Gegner den Ball, leistete sich allerdings auch sieben Ballverluste. Das konnte der TKH jedoch problemlos verschmerzen. Der Sieg gegen den Tabellenletzten war nie in Gefahr.

Hannover war mit einem 15:10 gestartet, dann drehte Halle kurzzeitig mit einem 6:0-Lauf den Spielstand. Der TKH fand die richtige Reaktion und konterte viertelübergreifend mit einem 18:0-Lauf zum 33:16. Da war die Partie schon praktisch entschieden. „Dabei hatten wir echt Glück“, sagte Grigoleit. „Unsere Defense-Taktik haben wir nicht so eingehalten, wie wir sie geübt hatten, aber der Gegner hat einfach nicht getroffen.“ So konnte Hannover leicht davonziehen – auch dank seiner Top-Scorerin Melissa Jeltema. Die US-Amerikanerin hatte schon nach dem ersten Viertel (25:16) mit 17 Zählern alleine mehr Punkte gesammelt hatte als der Gegner zusammen. Die 20-Punkte-Marke knackte sie schon nach elf (!) Minuten. Nach der Hälfte des zweiten Viertels gönnte Battersby seiner Dauerbrennerin, die normalerweise immer die kompletten 40 Minuten durchspielt, eine Pause. Letztlich kam sie auf 26 Punkte.

Der Trainer konnte sich erlauben, seinen kompletten Kader einzusetzen. Nur Birte Thimm musste wegen eines Bandscheibenvorfalls passen. Zehn Spielerinnen konnten punkten, lediglich Lia Kentzler und Ivana Brajkovic blieben ohne Zähler.

„Endlich haben wir mal wieder als Team zusammengespielt“, betonte Grigoleit, die Montag nach Heidelberg zur Nationalmannschaft fährt. Ab Ende der Woche stehen drei EM-Qualifikationsspiele an. Ihre Teamkolleginnen beim TKH haben deshalb Spielpause. Erst am 18. Februar geht es beim Vorletzten 74 Veilchen Ladies in Göttingen weiter. Da ist ein erneuter Sieg Pflicht, wenn es noch was mit dem erhofften vierten oder fünften Platz für die Play-offs werden soll. Aktuell liegt der TKH auf Rang sieben, ein beziehungsweise zwei Siege zurück.

TKH: Jeltema 26, Grigoleit 22, Tarasava 16, Mihalyi 8, Matejcikova 5, Gobeljic 5, Bartsch 5, Reddick 4, Stammberger 2, Vente 2.

Von Simon Lange

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