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TSV Hannover-Burgdorf Aus nach großem Kampf
Sportbuzzer TSV Hannover-Burgdorf Aus nach großem Kampf
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21:23 28.10.2015
Von Carsten Schmidt
Foto: Michael Allendorf (22, MT Melsungen, li.) und Felix Danner (17, MT Melsungen) im Zweikampf mit Sven-Soeren Christophersen (66, TSV Hannover-Burgdorf).
Quelle: Sielski
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Die Vorzeichen für diese Pokalpartie standen schon ausgesprochen schlecht. Die Verletztenliste der TSV hatte sich verlängert, außer Torge Johannsen, Morten Olsen und Erik Schmidt mussten die Hannoveraner auch noch auf Lars Lehnhoff verzichten. Der 29-Jährige zog sich im Abschlusstraining einen Bänderriss im linken Sprunggelenk zu und wird voraussichtlich vier bis sechs Wochen pausieren müssen, teilte TSV-Pressesprecher Holger Staab vor der Begegnung mit. So nominierte Bürkle gleich vier Spieler aus dem Erweiterungskader – Yannick und Maurice Dräger, Julius Hinz sowie Hendrik Pollex.

In der 1. Halbzeit setzte der TSV-Coach aber auf erfahrene Akteure. Der gerade erst von einer Knöchelverletzung genesene Olafur Gudmundsson vertrat Lehnhoff auf Linksaußen. Die Würfe von der Siebenmeterlinie übernahm wie schon in den vorangegangenen Bundesligaspielen Timo Kastening, und der talentierte Rechtsaußen erfüllte diese Aufgabe effizient und erstaunlich kühl.

Dennoch spiegelte sich die Personalnot im Halbzeitergebnis wider: Der Favorit aus Hessen führte mit 15:11. Eine Viertelstunde waren die Hannoveraner gleichwertig (6:7), vor allem weil Kai Häfner in dieser Phase dreimal aus dem Rückraum traf. Doch allmählich legte der Tabellendritte der Bundesliga seine anfängliche Nervosität ab und griff insbesondere effektiver an. 13:8 hieß es nach 25 Minuten für MT. Nur kraftvolle Würfe von Runar Karason, der wie schon gegen den VfL Gummersbach zum Schluss der ersten Halbzeit aufs Feld kam, und Mait Patrail erhielten kleine Hoffnungen der TSV auf ein gutes Ende: Mit 11:15 war der Rückstand nach 30 Minuten noch nicht aussichtslos.

Die Handballer der TSV Hannover-Burgdorf müssen die Pokalträume nach dem Achtelfinale begraben. Vor 2246 Zuschauern in der Swiss-Life-Hall lieferten sie Mittwochabend dem Bundesliga-Konkurrenten MT Melsungen zwar einen aufopferungsvollen Kampf, unterlagen den Hessen aber mit 22:28 (11:15).

Schon zum Ende der ersten Hälfte hatte Malte Semisch Martin Ziemer im TSV-Tor abgelöst. Ziemer parierte zu Beginn einige Würfe der Gäste, war dann aber zunehmend chancenlos. Den Hannoveranern war dennoch anzumerken, dass sie nicht kampflos ausscheiden wollten. Und der Hallensprecher verbreitete Optimismus: „Der Drops ist noch nicht gelutscht“, sagte er, als Sven-Sören Christophersen das 18:21 in der 41. Minute erzielt hatte. Und die hannoverschen Fans machten richtig Lärm, als Ziemer wenig später einen Siebenmeter abwehrte.
Doch es folgte auch dank Johan Sjostrand im Melsunger Tor eine zehnminütige Tore-Durststrecke der „Recken“. Erst in der 51. Minute traf Pollex, da hieß es 19:23. Karasons Tor zum 20:23 wenig später weckte noch einmal Hoffnungen auf einen spannendes Endspurt. Doch Melsungen gab den Vorsprung nicht mehr aus der Hand.

Die weiteren DHB-Pokal-Achtelfinalspiele: Balingen – FA Göppingen 25:29, TuS Nettelstedt-Lübbecke – SC Magdeburg 34:39, VfL Gummersbach – SG Flensburg 19:36, Rhein-Neckar Löwen – Füchse Berlin 29:23, Aue – GWD Minden 22:28, Nordhorn – Bergischer HC 19:24, Coburg 2000 – THW Kiel. Viertelfinalauslosung am 1. November

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