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TSV Hannover-Burgdorf Häfner und Karason teilen sich gern den Rückraum
Sportbuzzer TSV Hannover-Burgdorf Häfner und Karason teilen sich gern den Rückraum
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20:56 02.03.2017
Zusammen stark: Runar Karason und Kai Häfner (li.).  Quelle: Florian Petrow
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Hannover

Es gibt sicherlich leichtere Dinge, als sich mit einem Kai Häfner eine Position teilen zu müssen. Man rückt da ganz schnell in den Hintergrund neben dem Torjäger und deutschen Europameister. Runar Karason ist aber bei Weitem kein Schattenmann, das würde seiner Rolle bei den „Recken“ in keiner Weise gerecht werden. Aber Häfner ist eben Häfner, eine herausragende Figur im deutschen Handball - und bei der TSV Hannover-Burgdorf erst recht.

„Ich muss nicht im Spotlight stehen“, sagt Karason, der wie sein Teamgefährte im rechten Rückraum spielt - ein Glücksfall für die „Recken“, denn auf dieser Position sind sie dadurch doppelt gut besetzt. „Natürlich will ich immer spielen, sonst wäre ich kein guter Handballer. Aber mit Kai, das passt einfach.“ Der 28-jährige Isländer liefert auch gleich noch ein Beispiel. „Immer wenn ich spiele und ein Tor mache, kann ich zur Bank gucken, und Kai steht da und reckt die Faust in die Luft. Umgekehrt ist es genauso“, sagt er. Sie seien unterschiedliche Spieler, sagt der Linkshänder weiter, man würde sich aber sehr gut ergänzen. Im vergangenen Jahr schaffte das Duo etwa 250 Tore. „Das ist keine so schlechte Quote“, sagt Karason. „Für eine Position ist das sogar richtig viel.“

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Trainer ist froh über Gespann

Der TSV-Trainer ist natürlich heilfroh, über solch ein starkes Gespann im rechten Rückraum zu verfügen. Missen möchte er keinen der beiden. „Die Kombination macht’s“, sagt Jens Bürkle, „es sind unterschiedliche Typen, wie sie spielen. Runar kommt mit einer riesigen Gewalt im Wurf, mit einer riesigen Power, während Kai die Sache eher spielerisch löst.“ Und der 36-Jährige hat noch ein großes Lob für Karason bereit. „Ich habe bei Runar die Gewissheit, dass er, wenn Kai mal verletzt ausfällt, 60 Minuten liefert. Das macht er immer. Jedes Mal“, sagt Bürkle. „Das ist eine Sache, die ich sehr schätze. Ich weiß, was ich an ihm habe.“

Karason, der noch einen Vertrag bis 2018 bei den „Recken“ hat, fühlt sich pudelwohl in Hannover. Er ist schon seit mehr als drei Jahren hier und gilt laut TSV-Geschäftsführer Benjamin Chatton noch immer als einer „der schnellsten Transfers, die ich vollzogen habe“. Damals, im November 2013, war er als Ersatz für den verletzten Tamás Mocsai gekommen, zunächst mit einem Vertrag bis zum Saisonende ausgestattet. Den hat er inzwischen schon zweimal verlängert.

Morgen Abend im Heimspiel gegen HBW Balingen-Weilstetten (19 Uhr, Swiss-Life-Hall) wird sich Karason den Job im Rückraum wieder mit Häfner teilen. Gemeinsam haben sie aber ein Ziel. „Wir wollen endlich mal wieder gewinnen“, sagt Karason. „Nach drei Niederlagen sind wir einfach mal wieder dran. Und wir brennen auf einen Sieg.“