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TSV Hannover-Burgdorf Handball-Sensation: Recken besiegen Berlin
Sportbuzzer TSV Hannover-Burgdorf Handball-Sensation: Recken besiegen Berlin
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16:20 15.10.2017
Feiert den Sieg gegen Berlin: Recke Casper Mortensen.   Quelle: Sielski
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Hannover

Die TSV Hannover-Burgdorf mischt die Handball-Bundesliga weiter auf. Am Sonntagmittag kassierte der bisher verlustpunktfreie Spitzenreiter Füchse Berlin die erste Niederlage in der Tui-Arena. 5617 Zuschauer feierten einen furiosen Auftritt ihrer Mannschaft, die nach dem 33:27 (17:14)-Erfolg ihre Heimserie auf fünf Siege in fünf Spielen ausbaute und sich mit 14:6 Zählern im ersten Tabellendrittel festsetzte.

Die Sensation ist geglückt! Die Handball-Recken aus Hannover haben den ungeschlagenen Spitzenreiter aus Berlin besiegt.

Bester Torschütze war Casper Mortensen mit neun Treffern. Der Mann der ersten Halbzeit hieß aber Routinier Torge Johannsen. Der 34-Jährige, der bei den Recken im neunten Bundesliga-Jahr aktiv ist, schloss die Konter der Gastgeber mit einer bewundernswerten Effizienz ab und warf vier der zwölf Treffer in den ersten 20 Minuten. Aber auch Johannsens Kollegen boten beste Unterhaltung im ersten Spielabschnitt und erspielten sich mit einer Topleistung sowohl in der Offensive als auch in der Abwehr zeitweise eine Sechstoreführung.

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Tabellenführer wirkt zeitweise hilflos

Der Tabellenführer aus Berlin wirkte zeitweise hilflos gegen die wuchtigen, zupackenden und dynamischen Hannoveraner, die in dieser Phase eine der besten Vorstellungen in ihrer Erstliga-Geschichte boten. Am besten kennzeichneten die Torhüterleistungen die ersten 30 Minuten: Nationalkeeper Silvio Heinevetter kam kaum zu einer gelungenen Abwehr, während Gegenüber Martin Ziemer mit diversen Rettungstaten zu großer Form auflief. Der 17:14-Stand zur Pause für die Hannoveraner schmeichelte den Gästen, die ein kleines Nachlassen der Recken nutzten, um den Rückstand in erträglichen Grenzen zu halten.

Der zweite Abschnitt war ausgeglichener, aber zur Freude des Publikums ließen die Recken die Füchse nicht herankommen. 28:25 hieß es nach zehn Minuten vor dem Ende. Und in der Schlussphase schwappte die La Ola durch die Halle, mit ohrenbetäubenden Lärm feierten die Fans eine bemerkenswerte Vorstellung der Hannoveraner.

Von Carsten Schmidt