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TSV Hannover-Burgdorf Sechste Niederlage an der Förde
Sportbuzzer TSV Hannover-Burgdorf Sechste Niederlage an der Förde
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20:24 14.12.2014
Von Norbert Fettback
Joakim Hykkerud (Nr. 14, TSV Hannover-Burgdorf) setzt sich am Kreis gegen Tene Toft Hansen (Nr. 7, THW Kiel) durch. Quelle: KOENIG/Eibner-Pressefoto
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Kiel

Und trotzdem konnten die Verantwortlichen der TSV dem 25:34 (12:16) etwas Gutes abgewinnen. „Wir haben ein ordentliches Spiel gezeigt“, sagte Geschäftsführer Benjamin Chatton. „Auch wenn man nach einer Niederlage nicht zufrieden sein darf“, sagte Trainer Christopher Nordmeyer, „wir waren näher dran, als es das Ergebnis aussagt.“

Team tritt krankheitsgeschwächt an

Nordmeyers krankheitsgeschwächtes Team wurde etwas unter Wert geschlagen. Vor der Pause nutzten die cleveren Kieler zwei Herausstellungen bei den Gästen aus, um nach dem zwischenzeitlichen 8:9-Anschlusstreffer durch Timo Kastening (18. Minute) mit einem Vier-Tore-Vorsprung in die Kabine zu gehen. Und im zweiten Durchgang habe eine Phase, in der die TSV-Mannschaft vier, fünf Minuten etwas die Konzentration verlor, die Kieler immer wieder zu Gegenstößen eingeladen, lautete die Einschätzung von Chatton. Zum Teil hatte das auch mit dem Kräfteverschleiß zu tun, der sich nach einer Trainingswoche einstellte, die aufgrund der großen personellen Lücken eigentlich keine war.

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So geschehen Mitte der zweiten Halbzeit beim Spielstand von 19:24 aus Sicht der Hannoveraner, bei denen anschließend Runar Karason und Vasko Sevaljevic Ballverluste unterliefen, gleich danach wurde noch ein Stürmerfoul von Juan Andreu geahndet. Mit der Folge, dass auf der Anzeigetafel der Sparkassen-Arena ein 28:19 (49.) aufblinkte, die bis dahin deutlichste Führung des THW in diesem Spiel. Der deutsche Rekordmeister, der erstmals nach drei Monaten wieder Kapitän Filip Jicha einsetzen konnte, hatte die Frage nach dem Sieger erneut beizeiten beantwortet.

Hannover-Burgdorf mit vier jungen Spielern

Mit Torge Johannsen fehlte auf der anderen Seite der Spielführer ein weiteres Mal, im Rückraum stand außer Mait Patrail und Jan Fiete Buschmann auch Olafur Gudmundsson nicht zur Verfügung; der an der Wade verletzte Isländer hatte einen Rückschlag erlitten. Das eröffnete vier jungen Spielern eine Chance. Und Kastening sowie Hendrik Pollex und die Dräger-Brüder Yannick und Maurice hätten diese genutzt, wie Nordmeyer sagte. Der Trainer selbst nutzte die Schlussphase, um verschiedene Formationen zu testen. „Manchmal muss man sich eben kleine Ziele setzen“, sagte er. Und wenn es nur das ist, in Kiel mit weniger als zehn Toren zu verlieren.

Tore für die TSV: Lehnhoff (6/davon 5 Siebenmeter), Hykkerud (5), Andreu, Kastening (je 3), Y. Dräger, Häfner (je 2), Christophersen, Karason, Pollex und Szücs - Strafminuten: Kiel 8/TSV 10 - Nächstes Spiel: Hannover-Burgdorf - VfL Gummersbach (3. Runde im DHB-Pokal, Mi., 19 Uhr, Swiss-Life-Hall).

Björn Franz 14.12.2014
Norbert Fettback 10.12.2014