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TSV Hannover-Burgdorf Kein „Hasenhandball“ in Kiel
Sportbuzzer TSV Hannover-Burgdorf Kein „Hasenhandball“ in Kiel
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10:30 12.12.2009
Marc Hohenberg jubelt nach dem 25:24-Sieg gegen GWD Minden.
Marc Hohenberg jubelt nach dem 25:24-Sieg gegen GWD Minden. Quelle: Petrow (Archiv)
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THW Kiel, TBV Lemgo, HSV Hamburg und SG Flensburg-Handewitt: Die Liste der nächsten Gegner der TSV Hannover-Burgdorf in der Handball-Bundesliga ist beinahe schon furchteinflößend. Schon am heutigen Sonnabend (19 Uhr) steht dem Aufsteiger die scheinbar unlösbare Aufgabe beim Meister und Tabellenführer in Kiel bevor, der in eigener Halle seit dem 6. November 2007 (33 Spiele) ungeschlagen ist.

Burgdorfs Trainer Frank Carstens hofft, mit einer guten Abwehrleistung den Kieler Spielfluss zu bremsen. „Die größte Stärke des THW ist das Tempospiel“, sagt der Coach. „Der Gegner schafft es oft gar nicht, in die Positionen zu laufen.“ Seine Spieler müssten deshalb nicht nur bei Ballverlust schnellstens den Rückzug antreten. „Wir müssen auch bereit sein, sofort wieder in die Zweikämpfe zu gehen, um Spielunterbrechungen zu erzielen.“ Nur im Positionsangriff habe die TSV-Abwehr eine Chance: „,Hasenhandball‘, bei dem es minutenlang hin und her geht, müssen wir unbedingt vermeiden“, sagt Carstens.

Mit Filip Jicha (Grippe) und Daniel Narcisse (Fingerbruch, fehlt auch heute Abend) fielen zuletzt zwei Rückraumstars der Kieler aus. Doch auch wenn Jicha nicht ins THW-Team zurückkehren sollte, ist die individuelle Qualität der Gastgeber herausragend. „Auch Momir Ilic, Börge Lund, Christian Zeitz und Kim Andersson haben den Drang und das Können, Tore zu schießen“, sagt der Burgdorfer Coach.

Als „Tabellenführer der Teams im Keller“ trete sein Team in Kiel an, meint Carstens. Damit die TSV im Abstiegskampf in den kommenden vier Partien nicht zu weit zurückfällt, sollen am Ende dieser Spiele nur zehn bis 15 Tore minus mehr zu Buche stehen. „Eine Überraschung haben wir uns fest vorgenommen“, sagt der Trainer, der zuletzt „eine gute Entwicklung“ bei seinem Team festgestellt hat und außer Hannes Jonsson (Schulterprobleme) alle Spieler ins Rennen schicken kann. An der Förde wäre er aber wohl schon mit einer knappen Niederlage zufrieden.

von Uwe Kranz