Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
TSV Hannover-Burgdorf Recken spielen 34:34 gegen Lemgo
Sportbuzzer TSV Hannover-Burgdorf Recken spielen 34:34 gegen Lemgo
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:44 01.11.2015
Von Carsten Schmidt
Sven-Sören Christophersen (vorn) und die Kollegen der TSV Hannover-Burgdorf freuen sich verhalten in Lemgo.
Sven-Sören Christophersen (vorn) und die Kollegen der TSV Hannover-Burgdorf freuen sich verhalten in Lemgo. Quelle: Strohdiek/Eibner-Pressefoto
Anzeige
Lemgo/Hannover

„Wir hatten den letzten Ball, aber Kai Häfner nutzt die Chance nicht.“ Andererseits habe sein Team, ergänzte Chatton, aber acht Minuten vor dem Ende mit 28:31 in Rückstand gelegen. „Dass wir dann noch einmal zurückkommen, damit war auch nicht zu rechnen“, sagte Chatton und rang sich zu der Einschätzung durch, vielleicht doch einen Zähler gewonnen zu haben. „Wir sind offenbar die Unentschiedenkönige“, resümierte er angesichts der vierten Punkteteilung im zwölften Saisonspiel.

Die Hannoveraner sind aber auch die Meister der Spannung und unverhofften Wendung. Für Zuversicht hatte bei der TSV gesorgt, dass es vor Spielbeginn Entwarnung bezüglich der Verletzten gegeben hatte. Nicht nur Sven-Sören Christophersen (Oberschenkelprellung)war wieder fit, sondern auch Erik Schmidt nach seiner Oberschenkelzerrung. Insbesondere Christophersen war die Blessur aus dem Pokalspiel gegen MT Melsungen kaum anzumerken. Der Rückraumspieler warf sieben Tore, bot damit an seiner früheren Wirkungsstätte die bisher effektivste Saisonleistung und war nach Häfner (10 Treffer) zweitbester Werfer der Hannoveraner.

Trainer Jens Bürkle dürften insbesondere in der 1. Halbzeit die Haare zu Berge gestanden haben. Die Defensive, auf die der 35-Jährige sonst höchstes Augenmerk legt, ließ den Rückraumschützen der Gastgeber viel zu viel Gelegenheit zu Treffern. 17:19 lag die TSV zum Seitenwechsel zurück, so viele Gegentore in einer Halbzeit hatte es noch nicht einmal gegen die Rhein-Neckar-Löwen gegeben, das Topteam der Bundesliga. Und diese erste Hälfte war wieder einmal nichts für schwache Nerven. Nach einer Viertelstunde waren die Lemgoer auf 13:7 davongezogen. Doch die „Recken“ bewiesen abermals, dass bei ihnen zumindest die Moral absolut intakt ist. Runar Karason gelang in der 24. Minute sogar das 15:14. In dieser Phase zeigte auch ein Wechsel im Tor von Martin Ziemer zu Malte Semisch Wirkung. Semisch parierte einige Würfe der Lemgoer und ermöglichte die Aufholjagd. Die Freude währte aber kurz, weil auch der Gastgeber den Kopf nicht hängen ließ und sich zur Pause eine Zweitoreführung erspielte.

Nach dem Wechsel blieb es spannend. Die Ostwestfalen konnten die Führung nicht ausbauen, im Gegenteil. Julius Hinz gelang es in der 48. Minute erstmals nach dem Wechsel, die Führung (27:26) zu werfen. Marsch der Bürkle-Mannschaft zum zweiten Auswärtserfolg dieser Spielzeit glaubte, sah sich wenig später getäuscht. Die Partie nahm die nächste Wendung: In nur drei Minuten drehten die Lemgoer ihr 27:28-Hintertreffen zu einem 31:28-Vorsprung.

Eine Vorentscheidung fiel aber auch nicht in dieser kurzen Zeitspanne: Wieder kämpfte sich die TSV heran und ging sogar eine Minute vor dem Spielende in Führung. Karason verwandelte nervenstark einen Siebenmeter. Aber Tim Hornke gelang 30 Sekunden vor dem Ende das 34:34, ein letztlich logisches Resultat für diese abwechslungsreiche Partie.

Tore für die TSV Hannover-Burgdorf: Häfner (10), Christophersen (8), Karason (7/davon 4 Siebenmeter), Hykkerud, Szücs (2), Kastening (2/2), Hinz, Patrail, Pollex - Zuschauer: 4723 - Zeitstrafen: Lemgo 5, Hannover 6 - Nächstes Spiel: TSV Hannover-Burgdorf - TVB Stuttgart (Stg., 15. November, 17.15 Uhr).

TSV Hannover-Burgdorf Die Recken im DHB-Pokal - Aus nach großem Kampf
Carsten Schmidt 28.10.2015
Carsten Schmidt 27.10.2015