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TSV Hannover-Burgdorf Hannovers Handballer tanzen den HSV aus
Sportbuzzer TSV Hannover-Burgdorf Hannovers Handballer tanzen den HSV aus
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00:27 25.10.2014
Von Norbert Fettback
Geschafft! Recken-Torwart Ziemer freut sich über den Sieg.
Geschafft! Recken-Torwart Ziemer freut sich über den Sieg. Quelle: Petrow
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Hannover

Da sage noch einer, gegen den HSV Hamburg sei stets Endstation! Zweimal war die TSV Hannover-Burgdorf bislang im DHB-Pokalwettbewerb gegen die Hanseaten ausgeschieden, und auch in der Bundesliga reichte es noch nie zu einem Sieg. Gestern Abend ist die schwarze Serie beendet worden. 28:25 (14:11) hieß es nach umkämpften 60 Minuten, die TSV ist im Achtelfinale dabei!

Am Ende sangen die Zuschauer in der nur mäßig gefüllten Swiss-Life-Hall „Oh, wie ist das schön“ und feierten mit den Siegern, die vor Freude über das Parkett tanzten.

Der Angstgegner ist besiegt: Die TSV Hannover-Burgdorf hat mit einem Sieg über die Hamburger Handballer des HSV die nächste Runde im DHB-Pokal erreicht.

Es war kein Spiel für schwache Nerven. Schon in der ersten Halbzeit zeigte sich, dass sich zwei Mannschaften auf Augenhöhe begegneten, die in der Handball-Bundesliga nicht von ungefähr Tabellennachbarn sind. Und jede zeigte den Einsatz, der nötig ist, um die nächste Pokalrunde erreichen zu können. Den Drei-Tore-Vorsprung zur Pause hatte die TSV in erster Linie Martin Ziemer zu verdanken. Der Torwart, den die Fans nach Spielschluss mit dem Sprechchor „Martin für Deutschland!“ feierten, zeigte mit elf zum Teil spektakulären Paraden in diesem Zeitraum seine Klasse und gewann damit das Duell mit dem gewiss nicht schlechten Johannes Bitter im Hamburger Kasten.

Zudem verstand sich das Team von Trainer Christopher Nordmeyer darauf, etwas aus dem Überzahlspiel zu machen. Zeitstrafen für die Gäste nutzte die TSV-Sieben zu drei Toren. Die Hannoveraner, die ihr Ziel konzentriert in Angriff nahmen, lagen in diesem Abschnitt nur einmal in Rückstand (3:4, 9. Minute). Und sie hätten gar noch höher führen können, wenn speziell Sven-Sören Christophersen und Kai Häfner bei Distanzwürfen besser Maß genommen hätten. So aber hatte Bitter mitunter leichtes Spiel.

Die wichtigen Tore hoben sich die beiden für den zweiten Durchgang auf. Aus gutem Grund? Beide wissen schließlich, wie es sich anfühlt, beim Final Four in Hamburg dabei zu sein. Christophersen, der nach der Pause dreimal erfolgreich war, feierte im April mit den Füchsen Berlin, seinem früheren Klub, dort bereits den Pokalsieg; Häfner – 2011 im Trikot von Frisch Auf Göppingen in Hamburg dabei und gestern in der zweiten Halbzeit ebenfalls dreimal als Bitter-Bezwinger in Aktion – hat die Atmosphäre bei diesem Turnier auch schon hautnah erlebt. Jetzt können beide davon träumen, im April nach Hamburg zurückzukehren.

Auch wenn die gestrige Leistung der TSV-Mannschaft ausbaufähig ist: Sie hat durchaus das Zeug, es bei ein bisschen Losglück noch weit zu bringen in diesem Wettbewerb. Und sie lässt sich so schnell nicht aus der Bahn werfen. Gegen die Hamburger mit einem dominanten, kaum zu stoppenden Adrian Pfahl (acht Treffer) gab es auch nach einem 20:21-Rückstand (52.) kein Aufstecken. Da zeigte die Durststrecke nach der Pause, als der TSV fast sieben Minuten lang kein Tor gelang, Folgen.

Doch das blieb letztlich nur Statistik, die beim Sieger niemand mehr so wirklich interessierte. Spannender ist da die Frage, welcher Gegner aus der Lostrommel gezogen wird, wenn am 29. Oktober über die Begegnungen im Achtelfinale entschieden wird.

Tore für die TSV: Lehnhoff 7 (davon 4 Siebenmeter), Häfner, Christophersen (je 5), Andreu (4), Johannsen (3), Sevaljevic (2/1), Hykkerud und Gudmundsson – Schiedsrichter: Schulze/Tönnies (Magdeburg) – Strafminuten: TSV 12, Disqualifikation Szücs), Hamburg 12 – Zuschauer: 1700.

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