Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
TSV Hannover-Burgdorf TSV Hannover-Burgdorf bietet Nervenkitzel als Zugabe
Sportbuzzer TSV Hannover-Burgdorf TSV Hannover-Burgdorf bietet Nervenkitzel als Zugabe
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:52 18.11.2012
Von Uwe Kranz
Großer Erfolg: Auch Coach Christopher Nordmeyer (vorn) hat beim TSV-Sieg seinen Spaß. Quelle: Florian Petrow
Hannover

Die TSV Hannover-Burgdorf kann auch anders. Zwar fehlte beim Heimspiel des Handball-Bundesligisten gegen den VfL Gummersbach die ganz große Spannung, den 33:28 (15:11)-Erfolg gegen den Altmeister brachte die Mannschaft von Christopher Nordmeyer dafür sicher und routiniert nach Hause. Damit hat sich die TSV mittelfristig in der oberen Tabellenhälfte der „stärksten Liga der Welt“ festgesetzt. „Man darf nicht vergessen, dass wir gegen den VfL Gummersbach gewonnen haben. Diese Mannschaft schlägt man nicht einfach im Vorbeigehen“, sagte der Trainer der Gastgeber.

Seltsam still war es in der AWD-Hall. Die Stimmungsmusik, die sonst die Kulisse zusätzlich in Schwingungen versetzt, fehlte fast vollständig. Die 2908 Zuschauer auf den Rängen und die hannoverschen Spieler ließen sich davon aber nicht bremsen und zeigten von Beginn an eine klare Dominanz. Allerdings nicht ohne Fehler zu offenbaren: So schien TSV-Torjäger Morten Olsen zunächst etwas übermotiviert zu sein. Zu mehreren Fehlwürfen kamen noch zwei vergebene Siebenmeter hinzu. „Wir haben gedacht, dass es gegen Gummersbach mit den zwei Verletzten leicht wird, und haben zu wenig gekämpft. Das war nicht gut“, sagte der Däne.

Dass die Hannoveraner trotz aller Mängel in der Offensive dennoch einer klaren Führung entgegenstrebten, lag nicht zuletzt an der Harmlosigkeit der ersatzgeschwächten Gäste. Einzig Nationalspieler Adrian Pfahl sorgte aus dem Rückraum für das eine oder andere Überraschungsmoment. Doch hinter der diesmal nicht ganz so sattelfesten Deckung der TSV stand mit Martin Ziemer ein überragender Torwart, der mit zehn Paraden vor der Pause die Fans früh zu „Martin, Martin!“-Rufen animierte. Auch der überraschend trotz einer Knieverletzung als zweiter Keeper aufgebotene Nenad Puljezevic konnte sich mit einem gehaltenen Siebenmeter gegen Pfahl auszeichnen.

Nach einer kurzen Durststrecke zog die TSV von 7:6 (14. Minute) auf 14:8 davon. Die „zweite Reihe“ mit Jan-Fiete Buschmann, Csaba Szücs, Aivis Jurdzs und Juan Andreu erhöhte sogar auf 15:8 (26.). Neuerliche Unsicherheiten und schwache Abschlüsse ermöglichten den Oberbergischen aber zur Pause noch eine deutliche Resultatsverbesserung auf 15:11. Dennoch deutete schon zu diesem Zeitpunkt alles auf einen sicheren Erfolg der Hannoveraner hin.

Doch die TSV benötigte einen neuen Anlauf. Barna Putics mit einem Doppelschlag brachte den VfL noch einmal heran (16:14/33.). Der zweite von Puljezevic parierte Siebenmeter sorgte dann für überbordende Emotionen in der Halle. Eine 5:0-Rallye der TSV-Handballer zum 23:16-Zwischenstand (42.) stellte die Weichen endgültig auf Sieg, zumal Ziemer im Tor der Gastgeber immer stärker wurde. Als am Ende Talent Jannis Fauteck bei zwei Siebenmetern direkt von der Bank kommend eiskalt agierte und sicher verwandelte, war der Erfolg unter Dach und Fach, und die Zuschauer taten das, was sie in den vergangenen Wochen zur Lieblingsbeschäftigung gemacht hatten: Sie feierten mit den TSV-Spielern den verdienten Erfolg.

Tore für die TSV Hannover-Burgdorf: Mocsai (5), Olsen (5/davon 3 Siebenmeter), Lehnhoff, Patrail, Johannsen (alle 4), Hykkerud (3), Szücs, Buschmann, und Andreu (alle 2) und Fauteck (2/2) - VfL Gummersbach: Krause (6), Pfahl (6/1), Putics (5), Lützelberger (4), Kopco (3), Sprem (3/1) und Zrnic (1/1) - Zeitstrafen: 3/3 - Zuschauer: 2908 - Nächstes Spiel: Magdeburg - Hannover-Burgdorf (morgen, 19 Uhr).

Kommentare 0 Nutzungsbedingungen
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Halle stand Kopf, und die Spieler der TSV Hannover-Burgdorf vollführten ein wahren Freudentanz. Ihnen war mit dem 29:28 über die SG Flensburg-Handewitt ein Sieg gegen einen der "Großen" der Handball-Bundesliga gelungen. Held des Abends war Mait Patrail, der kurz vor dem Schlusszeichen traf.

Uwe Kranz 11.11.2012

Der Flensburger Trainer erwartet im Handball-Bundesligaspiel bei der TSV Hannover-Burgdorf am Sonnabend eine besonders große Gegenwehr.

Norbert Fettback 09.11.2012

17 Tore in 60 Minuten - was für ein Auftritt! Morten Olsen, der Däne im Trikot des Handball-Bundesligisten TSV Hannover-Burgdorf, schaffte am Sonntag dieses Kunststück. Am "Dreier" für das Team von Trainer Christopher Nordmeyer beim 32:30 gegen den TBV Lemgo hatte der Spielmacher so entscheienden Anteil.

Uwe Kranz 28.10.2012