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TSV Hannover-Burgdorf TSVler gewinnen souverän gegen Gummersbach
Sportbuzzer TSV Hannover-Burgdorf TSVler gewinnen souverän gegen Gummersbach
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00:19 27.10.2015
Von Carsten Schmidt
Voller Erfolg: Die TSV-Handballer feiern ihren Sieg gegen Gummersbach.
Voller Erfolg: Die TSV-Handballer feiern ihren Sieg gegen Gummersbach. Quelle: Nigel Treblin
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Hannover

Jens Bürkle hatte ein besonderes Anliegen. "Ich möchte mich ganz herzlich bei unseren tollen Fans bedanken", sagte der Trainer des Handball-Bundesligisten TSV Hannover-Burgdorf. Seine Mannschaft hatte am Sonnabendabend einen derart überzeugenden Auftritt beim 29:24 (14:8)-Erfolg über den VfL Gummersbach hingelegt, dass die hannoverschen Anhänger unter den 3049 Zuschauern in der Swiss-Life-Hall schon zur Halbzeitpause stehend applaudierten.

Bürkle stellte sich nach dem Spiel strahlend den Fragen der Medien, derweil die hannoverschen Handballer mit ihren Fans auf dem Hallenparkett tanzten und feierten. Der 35-Jährige wirkte gelöst wie zu Beginn der Saison, als sein Team den favorisierten Göppingern (26:23) ein Bein gestellt hatte. "Ich möchte meiner Mannschaft ein großes Kompliment aussprechen", sagte der Coach. "Ich bin sehr stolz. Vor allem in der ersten Halbzeit hat man bei uns gespürt, dass jeder für den anderen einsteht. So stelle ich mir das vor."

Überzeugender Auftritt gegen den VfL Gummersbach: Die Handballer der TSV Hannover-Burgdorf haben mit 29:24 einen klaren Sieg errungen.

Der Auftritt gegen zwar ersatzgeschwächte, aber auch erschreckend schwache Gäste ließ all den Unmut und die Zentnerlast der vorangegangenen 25:31-Heimpleite gegen den SC DHfK Leipzig von den Schultern des Trainers purzeln. Bürkle thematisierte nicht die paar Schwächen, die auch seine Mannschaft geboten hatte wie drei verworfene Siebenmeter. Das blieb wieder einmal TSV-Geschäftsführer Benjamin Chatton vorbehalten. "Wir haben die zweite Halbzeit mit einem Tor verloren", sagte der 34-Jährige, allerdings hatte auch er zuvor betont, dass "der Heimsieg Freude macht".

Spaß hatten von Beginn an die Besucher in der Swiss-Life-Hall. Nach einer ausgelichenen Startphase erspielte sich die TSV schon nach acht Minuten der ersten Zweitorevorsprung (5:3). Knapp zehn Minuten später hieß es 8:4. "Wir haben insbesondere in den ersten 30 Minuten sehr gut in der Abwehr gestanden", sagte Bürkle. Dieser Verlauf war keinesfalls selbstverständlich, weil auch auf hannoverscher Seite Personalnot herrschte. Torge Johannsen ist langzeitverletzt, Erik Schmidt und Morten Olsen fehlten wegen frischer Blessuren am Oberschenkel beziehungsweise an der Schulter. Auf dem Spielberichtsbogen stand nach seiner Knöchelverletzung Olafur Gudmundsson. "Er hätte sich durchgebissen", sagte Bürkle. Doch Gudmundsson brauchte ncht zu spielen, weil die anderen Kollegen klare Verhältnisse in der Halle schufen, darunter auch Csaba Szücs, der trotz einer Fersenprellung im Abschlusstraining spielte. Der Slowake wurde erneut von Bürkle für seine Spielintelligenz und Führungsqualität gelobt.

Zur Halbzeit war das Duell mit dem Altmeister beim Stand von14:8 für die Hannoveraner entschieden. Nach dem Wechsel baute der Gastgeber die Führung bis auf 27:19 zehn Minuten vor dem Ende aus. Danach ließ man die Zügel etwas schleifen. Gummersbach kam dazu, die Niederlage in Grenzen zu halten.

Dank des Erfolges glichen die Hannoveraner ihr Punktekonto auf 11:11 aus. Der 10. Platz, das Minimalziel der Spielzeit, bleibt in Reichweite. Die Gummersbacher dagegen, die sich selbst als "Dino" der Handball-Bundesliga titulieren, rutschen weiter Richtung Abstiegszone. "Wir haben uns viel vorgenommen, das Ergebnis war schwach", sagte Gästetrainer Emir Kurtagic. Die drei Ausfälle von Raul Santos, Mark Bult und Gunnar Steinn Jonsson seien keine Erklärung oder gar Entschuldigung für dieses Resultat. Kurtagic ahnt, dass der "Dino" in dieser Verfassung schneller aus der 1. Liga verschwindet, als es das Umfeld ahnen mag.

Tore für die TSV

Häfner (6), Lehnhoff (6/davon 2 Siebenmeter), Karason (5), Hykkerud (4), Christophersen (3), Kastening (2/2), Yannick Dräger, Szücs, Patrail

Zuschauer: 3049

Zeitstrafen: Hannover 4, Gummersbach 2

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