Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
TSV Hannover-Burgdorf Der neue HSV – auf Augenhöhe geschrumpft
Sportbuzzer TSV Hannover-Burgdorf Der neue HSV – auf Augenhöhe geschrumpft
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:02 21.10.2014
Von Björn Franz
Joakim Hykkerud (l.) erzielte beim letzten Duell mit dem HSV den Ausgleich.
Joakim Hykkerud (l.) erzielte beim letzten Duell mit dem HSV den Ausgleich. Quelle: dpa
Anzeige
Hannover

Eigentlich taugt der Blick zurück ganz wunderbar als kleiner Mutmacher. Als Zeichen dafür, dass sich die TSV Hannover-Burgdorf mittlerweile nicht mehr vor dem großen HSV Hamburg zu verstecken braucht, der am Mittwochabend (20.15 Uhr, live bei Sport1) zum Zweitrundenspiel im DHB-Pokalwettbewerb in der Swiss-Life-Hall zu Gast ist. Am 2. Spieltag der aktuellen Saison in der Handball-Bundesliga führte der Champions-League-Sieger in eigener Halle sieben Minuten vor Schluss mit 23:18 gegen die TSV. In den vergangenen Jahren – da darf man sich relativ sicher sein – wäre die Partie damit entschieden gewesen. Doch diesmal war sie das nicht. Tor um Tor kämpften sich die Hannoveraner heran und kamen mit der Schlusssirene durch Kreisläufer Joakim Hykkerud tatsächlich noch zum Ausgleich.

In der Vorbereitung auf das Pokalspiel wurde die Aufholjagd zum 23:23-Endstand fast zwangsläufig zum Thema. Und das gleich aus zwei unterschiedlichen Blickwinkeln. Da wäre zum einen der neue Kampfgeist, den TSV-Geschäftsführer Benjamin Chatton bei seiner Mannschaft zuletzt bereits mehrfach ausgemacht hat. So wie in Hamburg gab sich das Team von Trainer Christopher Nordmeyer schon mehrfach trotz Schwächephasen und hoher Rückstände nicht geschlagen – so auch am vergangenen Sonntag beim 29:29 gegen FA Göppingen, das Überraschungsteam der bisherigen Saison.

Zugleich offenbarte das Aufeinandertreffen mit den Hanseaten Ende August aber auch noch etwas anderes. Der HSV von heute hat mit dem Topteam der vergangenen Jahre nur noch bedingt etwas zu tun. Nach den finanziellen Turbulenzen, die im Sommer beinahe mit dem Lizenzentzug geendet hätten, stehen in Johannes Bitter, Torsten Jansen, Hand Lindberg und Pascal Hens zwar noch immer einige große Namen im Kader. Doch dass die Hamburger von ihrem eigenen Anspruch der Vergangenheit, um den deutschen Meistertitel sowie internationale Trophäen mitzuspielen, ein ganzes Stück weit entfernt sind, verdeutlicht die Tatsache, dass sie in der Bundesliga mit 10:10 Punkten als Tabellenneunter direkt vor den Hannoveranern stehen.

„Trotzdem haben die Hamburger noch immer eine tolle Riege“, sagt TSV-Ko-Trainer Alexander Grah, der seinen erkranten Bruder Nordmeyer in den vergangenen Tagen vertrat. „Aber wir sind nicht chancenlos.“ Zumal sich speziell die Neuzugänge immer besser zurechtfinden. Kai Häfner etwa glänzte beim Unentschieden gegen Göppingen mit fünf Treffern. Und auch Sven-Sören Christophersen kommt immer besser in Fahrt – und erhielt dafür auch eine kleine Belohnung: Nationaltrainer Dagur Sigurdsson nominierte den Rückraumspieler für die EM-Qualifikationsspiele am 29. Oktober und 2. November gegen Finnland und Österreich.

TSV Hannover-Burgdorf Hannover-Burgdorf holt Heimsieg - Verlängerung mit Gegenstoß
Norbert Fettback 15.10.2014
TSV Hannover-Burgdorf Niederlage des TSV Hannover-Burgdorf - Der Druck ist spürbar
09.10.2014