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Olympia 2010 Curling als Achterbahn: Deutsche Teams bangen
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21:43 21.02.2010
Für Andrea Schöpp war ein Sieg gegen Japan am frühen Montagmorgen Pflicht. Quelle: dpa
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Sonst ist der Traum vom Halbfinale vorbei. Gegen Weltmeister China setzte es für Skip Andrea Schöpp und ihre Kolleginnen am frühen Sonntagmorgen deutscher Zeit ein unnötiges 7:9 im Extra End. Gegen Dänemark gab es beim 5:6 am Sonntagabend eine weitere unglückliche Niederlage.

Bis zum neunten End sah es gegen die Skandinavierinnen beim 2:5- Zwischenstand nach einer klaren Niederlage aus. Drei Punkte kurz vor Schluss weckten nochmal Hoffnung, doch mit dem letzten Stein der Partie holten sich die Däninnen den Sieg.

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Wie gegen Gold-Favorit Kanada (5:6) war auch gegen China der Knockout erst in der Verlängerung erfolgt. „Ein Sieg wäre möglich gewesen, aber uns fehlt hier einfach das Tüpfelchen auf dem i“, sagte Curling-Sportdirektor Ralph Schneider. Die ersehnte erste Olympia- Medaille für die Protagonisten der oft belächelten und rätselhaft anmutenden Randsportart ist momentan in weiter Ferne. „Es wird schwer, aber wir lassen den Kopf nicht hängen“, sagte Schneider.

Grund zu Optimismus gibt momentan das Männer-Team von Skip Andy Kapp. Gegen Lieblingsgegner Frankreich kamen die Füssener zu einem ungefährdeten 9:4. Nach dem schlechten Auftakt mit drei Niederlagen in Serie stehen nun drei Siege zu Buche, so dass der Einzug in die Medaillenrunde weiterhin möglich ist.

Die Franzosen, die lediglich im dritten End mit drei Punkten einen kleinen Zwischenspurt einlegten, gaben bereits im achten von zehn Ends auf. Nächster Gegner für Kapp war am Sonntag (23.00 Uhr/MEZ) Dänemark. Danach stehen am Montag noch die Partien gegen China und Großbritannien auf dem Programm. Tabellenplatz vier in der Zehnergruppe muss für den Halbfinaleinzug erreicht werden.

Bereits am frühen Samstagmorgen deutscher Zeit hatten die Curling- Männer in die Erfolgsspur zurückgefunden. Mit dem 7:6 gegen die Schweiz wurde das vorzeitige Turnier-Aus abgewendet. „Das war ein sehr wichtiger Sieg, die Niederlagen-Serie ist endlich gebrochen“, meinte Schneider. Der Wechsel von Daniel Herberg auf die Spielposition hinter Skip Kapp machte sich bezahlt. „Er ist erfahren, war schon 2002 in Salt Lake City dabei“, sagte Schneider.

Für Andrea Schöpp war ein Sieg gegen Japan am frühen Montagmorgen Pflicht. Auch beim Vorrundenabschluss gegen die Schweiz und Schweden am Dienstag (Ortszeit) helfen nur noch Erfolge weiter.

dpa