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Olympia 2010 Deutsche Langläufer scheitern in der Vorrunde
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23:29 17.02.2010
Die Norwegerin Marit Björgen (rechts) vor der Polin Justyna Kowalczyk (links) beim Zieleinlauf. Quelle: dpa
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„Kurz-Arbeiter“ Josef Wenzl packte frustriert seine Ski zusammen, Katrin Zeller vergoss nach dem nur um Zentimeter verpassten Halbfinal-Einzug Tränen der Enttäuschung. Den deutschen Langläufern ist am Mittwoch in Whistler in der olympischen Sprint- Entscheidung im klassischen Stil nicht die erhoffte Überraschung gelungen. Am dichtesten schrammte Zeller an einer Top-Platzierung vorbei. Die Oberstdorferin scheiterte im Viertelfinale um lediglich 0,1 Sekunden, nachdem sie sich schon in der nächsten Runde gewähnt hatte. „Das ist ein absolutes Scheißgefühl. Du bist dir sicher, vorne zu sein, um dann zwei Minuten später zu erfahren, dass es wegen ein, zwei Millimeter nicht gereicht hat“, sagte Zeller, die 14. wurde.

Gold holte sich die Norwegerin Marit Björgen vor Justyna Kowalczyk aus Polen und der Slowenin Petra Majdic, die trotz einer bei einem Sturz vor dem Prolog erlittenen Rippenverletzung durchhielt. Mit einem russischen Doppelsieg endete das Herren-Rennen. Nikita Krijukow gewann mit hauchdünnem Vorsprung vor Alexander Panschinski. Bronze ging an den Norweger Petter Northug.

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Als die Oberstdorferin Nicole Fessel und Hanna Kolb aus Buchenberg als Vierte und Fünfte ihres Viertelfinales scheiterten, heulte Zeller bereits völlig aufgelöst im deutschen Team-Container. Sie hatte im Kampf gegen die Russin Natalja Korosteljewa nur um eine Skispitze den Einzug in die Vorschlussrunde verfehlt. „Ich hatte doch geglaubt, ich bin vorne“, schluchzte sie. Nach der Zieldurchfahrt war die Deutsche zunächst auf den zweiten Platz gesetzt worden. „Dass es bei Katrin mit einer unglücklichen Millimeter-Entscheidung nicht geklappt hat, ist traurig“, sagte Bundestrainer Jochen Behle.

Mit dem Abschneiden seiner Damen war er ansonsten zufrieden. „Wir haben drei ins Viertelfinale gebracht“, stellte Behle erfreut fest. Kritischer fiel sein Urteil über die Herren aus, nachdem Wenzl als 31. der Qualifikation früh gescheitert war. „Im Herren-Bereich hatten wir mehr erwartet und hätten dort auch gern einen weiter vorn gehabt. Bei Josef war es sicherlich knapp, aber knapp ist eben doch ausgeschieden. Deshalb können wir nicht zufrieden sein.“

Vor allem Wenzl zog sich Behles Zorn zu. „Was er abgeliefert hat, war nicht das, was wir uns vorgestellt haben“, meinte der Bundestrainer. „Das ist schon bitter, so knapp zu scheitern“, ärgerte sich Wenzl. Dem Zwieseler fehlten ebenfalls 0,1 Sekunden zum Einzug in die K.o.-Runde. „Ich bin einfach nicht ins Rennen gekommen. Ich weiß nicht, woran es lag. Ich hatte eine normale Wettkampf- Vorbereitung und war nicht nervös“, sagte Wenzl. Der schwach in die Saison gestartete Läufer aus dem Bayerischen Wald hatte sich erst im letzten Moment das Olympia-Ticket gesichert. Für den Weißenfelser Tim Tscharnke war der Wettkampf nach Rang 33 in der Qualifikation ebenfalls früh beendet.

Besser machte es das Damen-Trio. Die Oberstdorferin Fessel qualifizierte sich mit der neuntschnellsten Zeit für die K.o.-Runde. Doch dann kam das Aus. „Ich wäre gerne besser gelaufen“, sagte die 26-Jährige, die vor vier Jahren in Turin 31. geworden war. Zeller hatte als 24. die nächste Runde erreicht. Und auch die erst 18- jährige Hanna Kolb kam noch unter die ersten 30. „Ich bin super zufrieden mit meinem Olympia-Debüt“, sagte der Youngster.

dpa