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Olympia 2010 Neuner holt Olympia-Silber im Sprint
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08:59 14.02.2010
Biathletin Magdalena Neuner gewinnt Silber. Quelle: dpa
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Deutschlands erste Medaillengewinnerin bei den Winterspielen, hat ihre erste Siegerehrung sehr genossen. „Bei der Nationalhymne war es sehr emotional. Man braucht Zeit, das zu verarbeiten““, sagte die Silbermedaillen-Gewinnerin im Biathlon-Sprint am Samstagabend nach der Zeremonie im Regen auf der Medals Plaza in Whistler. „Ich habe mich bemüht, nicht loszuheulen“, meinte Neuner.

Vier Tage nach ihrem 23. Geburtstag verfehlte sie die Goldmedaille nur um 1,5 Sekunden, haderte dennoch nicht mit ihrem Schicksal: „Ich habe alles gegeben und bis ins Ziel fast bis zum Umfallen gekämpft. Es ging aber heute einfach nicht mehr, ich hätte nicht ein bisschen schneller laufen können.“

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„Ich bin stolz auf mich. Die erste Medaille für das deutsche Lager, das ist schon toll", sagte die 23-Jährige. " Ich versuche einfach, es total zu genießen und mich zu freuen.“

„Das war ein Auftakt nach Maß, der Lust auf mehr gemacht hat. Das gibt der ganzen Mannschaft Auftrieb“, sagte Michael Vesper, der Generaldirektor des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). „Vor Lenas Leistung kann man nur den Hut ziehen“, meinte der für den Sport zuständige Bundesinnenminister Thomas de Maizière.

Magdalena Neuner gab sich auf ihrer letzten Pressekonferenz am Sonnabend als sympathische Botschafterin ihrer Heimat. „Auf einmal bin ich dagestanden und habe diese Medaille in der Hand gehabt. Und dann habe ich die Fahne gesehen, die Nationalhymne haben sie gespielt und da habe ich gemerkt, davon habe ich wirklich geträumt, jahrelang, schon als Kind. Das ist einfach ein ganz großer Traum, der in Erfüllung gegangen ist“, meinte die Olympia-Zweite. Dann hatte die sechsmalige Weltmeisterin nur noch einen Wunsch: „Ab ins Bett.“

Olympiasiegerin wurde überraschend die Slowakin Anastasia Kuzmina; auf Platz drei landete die Französin Marie Dorin. Simone Hauswald (Gosheim) landete auf Platz 26, direkt vor Andrea Henkel (Großbreitenbach); Kati Wilhelm kam als 30. ins Ziel.

dpa