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Olympia 2010 Olympia-Abfahrt wegen Wetter verschoben
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19:43 13.02.2010
Quelle: dpa (Symbolbild)
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Anhaltender Schneefall und Regen über Nacht weichten die Strecke weiter auf. Die milden Temperaturen „erlaubten keine Aktivitäten auf der Piste“, wie die Veranstalter mitteilten. Am Montagabend (19.30 Uhr MEZ) soll nach Angaben des amerikanischen Skiverbandes das Rennen nachgeholt werden. An diesem Tag könnte auch die Super-Kombination der Damen mit Maria Riesch stattfinden.

Kritik an der Verlegung der Schussfahrt am Samstag wurde keine laut. „Schade, aber es ist ein olympischer Bewerb und da sollten für alle faire Bedingungen herrschen“, sagte Stephan Keppler, der auf der Dave-Murray-Piste der einzige deutsche Starter gewesen wäre. Für den 27-Jährigen stand stattdessen - ebenso wie für die Damen - eine Trainings-Einheit auf dem Plan für Sonnabend.

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Dass es nach der Super-Kombination die zweite Verschiebung gab, war nach Ansicht der Verantwortlichen des Deutschen Skiverbandes (DSV) die richtige Entscheidung. „Das ist extrem sinnvoll“, sagte Alpin-Direktor Wolfgang Maier. „Sportlich hätte es keinen Wert gehabt und man wäre unnötiges Risiko eingegangen.“ Ähnlich sah es Herren- Chefcoach Karlheinz Waibel: „Auf der einen Seite ist es schade, wir wären bereit gewesen. Auf der anderen Seite macht es keinen Sinn, wenn die Strecke es nicht her gibt.“

Am Freitag war bereits die Super-Kombination der Damen verschoben worden. Wann dieser Wettbewerb nachgeholt werden kann, war offen. Dazu müsste aber zunächst ein Abfahrts-Training stattfinden, denn die ersten beiden Zeitläufe der Damen fielen aus. Bei den Herren konnte einer der drei geplanten Testläufe gefahren werden - wenn auch nur bis kurz vor das Ziel.

„Wir haben immer noch ausreichend Zeit, wenn wir ein bisschen Unterstützung durch die Natur bekommen“, sagte FIS-Renndirektor Atle Skaardal. Für die Damen-Abfahrt am Mittwoch sei er optimistisch. Und für das nächste Wochenende seien sogar Sonnenschein und Minus- Temperaturen versprochen worden. Bereits vor der Absage der Männer- Abfahrt für Samstag hatte Herren-Renndirektor Günter Hujara angesichts der Wetterprognosen von einer großen Herausforderung gesprochen. Für die Alpinen sind Verschiebungen nichts Neues und werden geduldig ertragen. 1988 musste die Abfahrer in Calgary sechs Tage auf ihre Olympia-Entscheidung warten, zehn Jahre später wirbelte das Wetterchaos in Nagano den alpinen Terminplan durcheinander.

Statt auf die Rennpiste zu gehen, plante Maria Riesch für den Samstag Slalom-Training. „Jetzt werden wir einfach sehen, wann wir Training und Kombi fahren“, sagte die Skirennfahrerin aus Partenkirchen und meinte mit Blick auf das Wetter. „Wir haben uns darauf eingestellt. Man weiß, hier kann so etwas passieren.“ Ihrer Rivalin und Freundin Lindsey Vonn kommt jeder weitere Tag Pause wegen ihre Schuhrandprellung am rechten Bein entgegen. „Normalerweise ärgern mich Verschiebungen, aber derzeit ist es das Beste, was mir passieren kann“, sagte die amerikanische Doppel-Weltmeisterin.

dpa

Tatjana Riegler 13.02.2010
13.02.2010