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Olympia 2010 Skeleton-Frauen wahren Goldchance - Männer enttäuschen
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07:55 19.02.2010
Die Skeleton-Pilotin Kerstin Szymkowiak von der RSG Hochsauerland Quelle: dpa
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Die Skeleton-Pilotin Kerstin Szymkowiak von der RSG Hochsauerland lag am Donnerstag (Ortszeit) zur Halbzeit auf der Hochgeschwindigkeitsbahn von Whistler auf dem zweiten Rang und hat bei drei Zehntelsekunden Rückstand auf die führende Britin Amy Williams sogar noch alle Chancen auf den Olympiasieg.

Auf Medaillenkurs lag auch Anja Huber aus Berchtesgaden, die als Vierte nur knapp der kanadischen Favoritin Mellisa Hollingsworth den Vortritt lassen musste. Dagegen enttäuschten die Skeleton-Männer. Als bester lag Frank Rommel aus Zella-Mehlis zur Halbzeit nur auf dem neunten Rang. „Ich hatte einen Riesenfehler in der Kurve 4 und 5. Aber das ist Skeleton-Sport. Ich werde morgen nochmal angreifen.“ Rommels Rückstand auf den führenden Letten Martins Dukurs ist allerdings bereits beträchtlich.

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„Zwei sind dabei“, meinte Präsident Andreas Trautvetter vom Bob- und Schlittenverband für Deutschland (BSD) zum starken Auftritt der Frauen. „Da ist aber alles sehr eng da vorne. Da kann noch alles passieren“, sagte der BSD-Chef vor den beiden Durchgängen am Freitag. „Ich möchte noch mal zwei so gute, konstante Läufe hinkriegen. Und dann sehen wir weiter“, betonte Szymkowiak.

„Die Ausgangsposition ist gut“, sagte auch Huber, die aber mit ihrer fahrerischen Leistung vor allem im unteren Streckenteil nicht ganz zufrieden war. „Meine Fahrten waren solide, aber nicht das, was ich wirklich kann. Aber ohne Fehler ist hier keine runtergekommen.“ Die Oberhofer Weltmeisterin Marion Trott, die vor einem Jahr souverän die olympische Generalprobe beim Weltcup gewann, war nach mehreren Fahrfehlern nur Zehnte. Anders als die Frauen enttäuschten die deutschen Männer auf der ganzen Linie. Sandro Stielicke lag zur Halbzeit nur auf Rang 11, Mirsad Halilovic fand sich gar nur auf dem 16. Platz wieder.

Nach dem Tod des Georgiers Nodar Kumaritaschwili und der Streckenverkürzung bei den Rodelwettbewerben schaute die ganze Welt auf die jungen, wagemutigen Frauen, die sich bei mehr als 20 Prozent Gefälle kopfüber in die Bahn stürzten. „Der Blick ist wie von der Skisprungschanze in Innsbruck“, meinte Huber, während Weltmeisterin Trott zugab: „Da kribbelt es schon ein bisschen.“ Entwarnung gab die unerschrockene Szymkowiak: „Durch unseren tieferen Schwerpunkt haben wir nicht die Gefahr, vom Eis wegzufliegen.“

dpa