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Olympia 2010 Speiser Achter beim Snowboardcross - Amerikaner Wescott vorn
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08:45 16.02.2010
David Speiser war zunächst nur schwer in Fahrt gekommen, doch nach überstandener Qualifikation gab der Snowboard-Profi Gas. Quelle: ap
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Der 29-jährige Oberstdorfer David Speiser scheiterte am Montag am Cypress Mountain im Snowboardcross nach zwei souveränen Läufen im Halbfinale. Olympiasieger im direkten Vierer-Duell wurde erneut der Amerikaner Seth Wescott. Er setzte sich knapp gegen den Kanadier Mike Robertson und den Franzosen Tony Ramoin durch. Wescott ist der erste Snowboarder, dem ein zweiter Olympiasieg gelingt. Konstantin Schad aus Miesbach war bereits in der Qualifikation gescheitert.

David Speiser war zunächst nur schwer in Fahrt gekommen, doch nach überstandener Qualifikation gab der Snowboard-Profi Gas. Sowohl im Achtel-, als auch im Viertelfinale agierte er zwischen den Sprüngen und den Steilkurven taktisch clever und belegte jeweils den zum Weiterkommen notwendigen zweiten Platz. Im Halbfinale stürzte er nach der Kollision mit einem anderen Fahrer. Nach einem weiteren Fahrfehler belegte er nur Platz vier. Ein weiterer Sturz auf den roten Hosenboden im B-Finale brachte schließlich Platz acht.

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Der Snowboard-Profi hatte vor Olympia als beste Platzierung einen zweiten Platz im Weltcup vorzuweisen. Bei den Winterspielen 2006 in Turin war er über den 32. Platz nicht hinaus gekommen. Sieger Wescott, der wie bereits vor vier Jahren triumphierte, fiel im Ziel Speiser in die Arme.

Dass Qualifikations-Resultate im Snowboardcross nicht viel zählen, bekam der Australier Alex Pullin zu spüren. Pullin war im Vorlauf noch der Schnellste, gegen drei Konkurrenten schied er bereits im Achtelfinale ebenso aus wie der Qualifaktions-Zweite. Auch andere Favoriten wie Weltcup-Spitzenreiter Pierre Vaultier (Frankreich) scheiterten frühzeitig.

Schad beendete seine Premiere bei Winterspielen als 33. von 35 Teilnehmern. Der 22-Jährige hatte es bereits im Training „zweimal bös’ auf die Fresse gelegt“. Er klagte über Prellungen an Hüfte und Oberschenkel. „Die Stimmung hier ist wahnsinnig, deshalb stinkt es mir, dass ich so einen Scheiß gebaut habe“, meinte er frustriert. Bei dem Sturz in der Ausscheidung brach seine Bindung ab. „Ich hab’ schon im ersten Lauf einen Fehler eingebaut. Die Qualifikation ging bei mir schon öfter daneben, eigentlich ist der Vierer meine Stärke“, sagte Schad.

Auch Speiser klagte über den ersten Durchgang: „Der Kurs ist echt schnell, aber ich bin da einmal weggerutscht.“ Doch Mann gegen Mann zeigte er eine souveräne Leistung - bis ins Halbfinale. Die Cross- Rennen sind seit Turin 2006 olympisch.
In der Halfpipe am Mittwoch hat Christophe Schmidt (Miesbach) Finalchancen, die Medaille für den Verband soll aber wieder wie 2006 Teamkollegin Amelie Kober in Parallel-Riesenslalom einfahren.

dpa

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