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Olympia 2010 Südkoreaner Mo holt Sprint-Gold - Deutsche achtbar
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08:49 16.02.2010
Der deutsche Rekordhalter Nico Ihle verbesserte in 35,53 seine Flachland-Bestzeit um 0,12 Sekunden Quelle: afp
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Gute Leistungen für die deutschen Eisschnellläufer, Gold für den Südkoreaner Mo Tae-Bu. In 34,92 und 34,90 Sekunden und der Gesamt-Punktzahl von 69,82 verwies er an seinem 21. Geburtstag die beiden Japaner Keiichiro Nagashima und Joji Kato auf die Plätze zwei und drei.

Vor den Augen von IOC-Präsident Jacques Rogge lief die Konkurrenz jedoch unter irregulären Bedingungen ab. Wegen einer peinlichen Panne an allen drei Eismaschinen standen die Wettkämpfe sogar schon unmittelbar vor dem Abbruch. Immer wieder lief Wasser aus den elektronisch gesteuerten Maschinen und sorgte auf der Eisbahn für gefährliche Wellen. Nach heftigen Protesten vor allem von Seiten der Niederländer musste die Eisfläche in der Pause immer wieder neu präpariert werden, während parallel dazu die defekten Maschinen notdürftig instand gesetzt wurden.

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Erst nach einem Machtwort von Ottavio Cinquanta, dem Präsidenten des Weltverbandes ISU, konnte der erste Lauf nach rund 90-minütiger Zwangspause fortgesetzt werden. Von regulären Bedingungen konnte dennoch nie die Rede sein. Die ersten 19 Läufer, die vor der Eisbereitung auf die Bahn gingen, hatten durch die Verzögerung eine viel längere Erholungspause als die nach der Unterbrechung antretenden Konkurrenten.

Gut schlugen sich für ihre Verhältnisse die deutschen Sprinter, die vor der Pause liefen und vom Eis-Theater nur wenig mitbekamen. Der deutsche Rekordhalter Nico Ihle verbesserte in 35,53 seine Flachland-Bestzeit um 0,12 Sekunden und lag damit sogar 25 Minuten an der Spitze des Zwischen-Klassements. „Es war ein geiles Gefühl, so lange als Leader an der Anzeigetafel zu stehen“, meinte der Chemnitzer schmunzelnd. Im zweiten Lauf kam er auf 35,54 Sekunden und belegte mit der Gesamtpunktzahl 71,07 Rang 18.

Auch der Berliner Samuel Schwarz blieb auf Platz 23 in 35,79 sowie 35,71 Sekunden durchaus im Rahmen der Erwartungen. Da nahm er auch den Sturz hinter der Ziellinie im zweiten Durchgang gelassen. In Turin hatte kein deutscher Sprinter die Qualifikation für die 500 Meter geschafft.

dpa