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Olympia 2012 Deutschland-Achter steuert auf Gold-Kurs
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14:02 29.07.2012
„Jetzt wollen wir dem Ganzen die Krone aufsetzen“: Trainer Ralf Holtmeyer zeigt sich optimistisch. Quelle: dpa
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35 Starts, 35 Siege - der Deutschland-Achter wird für die Konkurrenz langsam aber sicher zum Alptraum. Nach dem famosen Auftritt im Vorlauf der olympischen Regatta geht das Paradeboot des Deutschen Ruderverbandes (DRV) als haushoher Favorit in das Finale am Mittwoch (13.30 Uhr). Gemäß der Devise „Schweigen ist Gold“ verweigerte die bärenstarke Crew um Schlagmann Kristof  Wilke (Radolfzell) im Anschluss an den Parforceritt über den Dorney Lake jeden Kommentar. Stattdessen bezog Trainer Ralf Holtmeyer Stellung - in ungewohnt forscher Manier: „Wir sind gut und haben viel erreicht. Jetzt wollen wir dem Ganzen die Krone aufsetzen.“

Der Erfolgscoach hat allen Grund zur Zuversicht. Trotz der für Ruder-Wettkämpfe beachtlichen Kulisse von 25.000 Zuschauern behielten seine seit Peking 2008 ungeschlagenen Schützlinge auch im kniffligen Vorlauf gegen den WM-Zweiten Großbritannien und Olympiasieger Kanada die Nerven. Vom ersten Ruderschlag an übernahmen sie die Regie und verwiesen die hochgehandelten Briten mit einem Vorsprung von gut zwei Sekunden auf Rang zwei. „Das war nah am Optimum“, schwärmte Holtmeyer.

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Die anhaltende Dominanz der Deutschen sorgt bei den Konkurrenten mehr und mehr für Ratlosigkeit. Der Ausblick des britischen Schlagmanns Constantine Louloudis auf den Endlauf klang nach vorzeitiger Kapitulation: „Wir sind in einer guten Ausgangslage - für die Silbermedaille.“

Anders als die vermeintlichen Hauptkonkurrenten, die nun ihr Glück im Hoffnungslauf versuchen, können die Deutschen Kraft für den Endlauf sparen. Nicht zuletzt deshalb hofft auch Verbands-Cheftrainer Hartmut Buschbacher auf das erste Achter-Gold für den DRV seit 1988: „Die Jungs können ihre Leistung auf den Punkt abrufen.“

Nicht nur der famose Auftritt des Großbootes bereitete ihm Freude. Mit fünf deutschen Vorlauferfolgen in bisher zwölf gestarteten Wettkampfklassen blieb die DRV-Flotte im Soll. Nur die beiden ungesteuerten Zweier und der Frauen-Achter müssen in den Hoffnungslauf. „Das bringt Optimismus für die nächsten Rennen“, kommentierte Buschbacher.

Ähnlich wie der Achter nutzte auch Marcel Hacker den Vorlauf zur Demonstration seiner Stärke. Scheinbar mühelos hielt der Einer-Weltmeister von 2002 den Argentinier Santiago Fernandez auf Distanz. „Ich bin mein Rennen gefahren und habe die Aufgabenstellung gelöst“, befand der Weltcupsieger von München. Doch so leicht wird es für ihn nicht noch einmal werden. Schon am Dienstag im Viertelfinale ist eine höhere Schlagzahl gefragt.

Darüber hinaus untermauerten der Männer- und der Frauen-Doppelvierer den Status als Medaillenkandidaten. Gleichwohl war Crew-Mitglied Annekatrin Thiele (Leipzig) nicht ganz zufrieden: „Zwischenzeitlich lief es nicht optimal. Im Finale müssen wir uns noch steigern, wenn wir die Ukraine schlagen wollen.“ Den starken ersten Regattatag rundeten Eric Knittel (Berlin) und Stephan Krüger (Rostock) ab, die im knappsten Rennen 4/100 Sekunden vor den zeitgleichen Booten aus Litauen und Slowenien ins Ziel kamen. 

dpa

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