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Olympia 2012 Keine Medaillen für deutsche Ringer
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20:23 11.08.2012
Nick Matuhin (rot) gegen den Iraner Komeil Ghasemi. Quelle: dpa
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London

Das deutsche Ringer-Quartett ist bei den Olympischen Spielen in London ohne Medaille geblieben. Die Freistilringer Tim Schleicher und Nick Matuhin verpassten am Samstag knapp die Kämpfe um Bronze. Im Limit bis 60 Kilogramm unterlag der 23 Jahre alte Nürnberger Schleicher in der Londoner ExCeL-Arena mit 2:9 gegen den japanischen WM-Dritten Kenichi Yumoto und schied aus. Unmittelbar zuvor hatte auch der Luckenwalder Matuhin seine Chance auf Bronze eingebüßt. Im Limit bis 120 Kilogramm verlor er gegen den Iraner Komeil Ghasemi mit 0:2.

„Mit ein wenig mehr Losglück wäre vielleicht mehr drin gewesen. Es gibt keine Traumlose, doch drei bis vier Ringer der absoluten Weltklasse sollte man vermeiden, und genau dazu zählten unsere Auftaktgegner heute“, bilanzierte Freistil-Bundestrainer Alexander Leipold, der 2000 in Sydney das olympische Ringer-Turnier im Limit bis 74 Kilogramm gewann. Danach wurde ihm die Goldmedaille wegen Dopings aberkannt, ein Jahr später wurde er wieder freigesprochen und mittlerweile rehabilitiert.

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Schleicher hatte seinen Auftaktkampf gegen Europameister Toghrul Asgarov aus Aserbaidschan mit 1:9 verloren. Er zeigte zwar eine beherzte Leistung und konnte in beiden Duellen gegen Weltklasse-Ringer Wertungen durchbringen, doch im entscheidenden Kampf um den Einzug ins kleine Finale haderte er auch noch mit der französischen Kampfrichterin. Gerade hatte der Franke zu einem Griff angesetzt, als sie seine Hand wegschlug, woraufhin Yumoto einen Konter setzte. Zwar protestierte Leipold gleich und forderte den Videobeweis, doch dieser wurde abgeschmettert. „Ich kann Tim nichts vorwerfen, er hat eine starke Leistung gezeigt“, sagte Leipold über seinen Schützling, der sich in der Mixed-Zone hockend sprachlos unter einem Handtuch versteckte.

Auch Schwergewichtler Matuhin war sichtlich enttäuscht. Der angehende Feuerwehrmann agierte gegen den Iraner mutiger und versuchte immer wieder Beinangriffe, doch der routinierte Ghasemi drängte den einen Kopf größeren Matuhin einfach von der Matte. Die beste Aktion des Deutschen in der zweiten Runde wurde vom Schlussgong unterbrochen.

Matuhin hatte den ersten Kampf gegen den zweimaligen Olympiasieger Artur Taymazov aus Usbekistan mit 0:6 verloren. „Ich war gar nicht so traurig über das Los, ich wollte diesen Kampf unbedingt gewinnen, denn der Usbeke ist eine Legende. Leider ging meine taktische Linie, etwas defensiver zu kämpfen, nicht ganz auf“, sagte Matuhin.

dpa

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