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Olympia 2012 Vom Hoffnungslauf bis Halbfinale
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17:04 30.07.2012
Angelique Kerber erreicht die zweite Runde im olympischen Tennis. Quelle: dpa
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London

Platzt für das deutsche Olympia-Team in Sachen Medaillen am Montag endlich der Knoten? Die Chancen stehen nicht schlecht. Zurzeit laufen zahlreiche Vorentscheidungen.

Ruderflotte weiter mit allen Booten im Rennen

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Die Flotte des Deutschen Ruderverbandes (DRV) bleibt bei der olympischen Regatta mit allen Booten im Rennen.Ein Sieg im Hoffnungslauf auf dem Dorney Lake von Eton ebnete dem Zweier ohne Steuermann den Weg in das Halbfinale. In souveräner Manier gaben Anton Braun (Berlin) und Felix Drahotta (Rostock) der Konkurrenz aus Serbien das Nachsehen. Kerstin Hartmann (Ulm) und Marlene Sinnig (Krefelder) sicherten sich als Zweite hinter Rumänien die Finalteilnahme im ungesteuerten Zweier.

Nur der Frauen-Doppelzweier gab am dritten Regattatag zu denken. Weit abgeschlagen mussten sich das höher gehandelte Duo Tina Manker (Berlin) und Stephanie Schiller (Potsdam) im Vorlauf mit Rang vier begnügen. Immerhin bleibt die Chance, sich über den Hoffnungslauf für das Finale zu qualifizieren.

Dagegen blieb der Vierer ohne Steuermann im Soll. In einem sehenswerten Endspurt sicher sich die Crew um Schlagmann Sebastian Schmidt (Mainz) im Vorlauf den zweiten Rang hinter Mitfavorit Australien.

Kerber erreicht mühelos die zweite Runde

Angelique Kerber hat beim olympischen Tennis-Turnier ohne Probleme die zweite Runde erreicht. Die deutsche Nummer eins profitierte am Montag in London von einer Verletzung der Tschechin Petra Cetkovska, die beim Stand von 6:1, 3:0 aus Sicht von Kerber nach 37 Minuten aufgeben musste. Kerber trifft nun auf die Ungarin Timea Babos.

Die Kielerin folgte Julia Görges in die zweite Runde. Die Bad Oldesloerin hatte sich am Sonntag überraschend gegen die polnische Weltranglistenzweite Agnieszka Radwanska durchgesetzt. Auch Sabine Lisicki erreichte am Nachmittag die zweite Runde. Die Berlinerin setzte sich am Montag in London gegen die Tunesierin Ons Jabeur nach hartem Kampf mit 4:6, 6:0, 7:5 durch. Die Partie war am Sonntag beim Stand von 3:4 aus Sicht von Lisicki unterbrochen worden, weil der Rasen in Wimbledon wegen des Regens zu rutschig geworden war.

Boll gewinnt Auftakteinzel locker

Tischtennis-Star Timo Boll hat seine erste Bewährungsprobe bei den Olympischen Spielen in London bestanden. Der Rekord-Europameister gewann am Montag sein Auftakteinzel gegen den Außenseiter Noshad Alamiyan aus Iran locker mit 4:0 Sätzen. Mit dem ungefährdeten Erfolg folgte Boll seinem deutschen Teamkollegen Dimitri Ovtcharov ins Achtelfinale am Abend. Der Hamelner, der für Orenburg in Russland aufschlägt, hatte zuvor Englands Hoffnungsträger Paul Drinkhall ebenfalls mit 4:0 bezwungen.

Lippok und Michalak im Halbfinale über 200 Meter Freistil

Silke Lippok und Theresa Michalak haben bei ihrem Olympia-Debüt die erste Runde gemeistert und stehen im Halbfinale von London. Staffel-Europameisterin Lippok schwamm am Montag im Vorlauf über 200 Meter Freistil in 1:58,59 Minuten die 13.-beste Zeit. Lagen-Schwimmerin Michalak schlug über 200 Meter als insgesamt 11. und nach 2:12,75 Minuten an. Hier war 400-Meter-Weltrekordlerin Ye Shiwen in 2:08,90 die Schnellste; spätestens im Finale am Dienstag dürfte die nächste Bestmarke angegriffen werden.

Auch Judoka Roper scheitert im ersten Kampf

Auch für Judoka Miryam Roper ist Olympia in London bereits nach dem ersten Kampf beendet. Die 30-Jährige aus Leverkusen unterlag am Montag zum Auftakt in der Gewichtsklasse bis 57 Kilogramm der Brasilianerin Rafaela Silva und schied damit frühzeitig aus. Gegen die WM-Zweite geriet die deutsche Mattenkämpferin von Beginn an in die Defensive und war letztlich chancenlos. Auch an den ersten beiden Wettkampftagen hatten die deutschen Judokas früh das Feld räumen müssen. Als zweiter deutscher Athlet geht am Montag noch der Abensberger Christopher Völk an den Start.

Degenfechterin Heidemann im Halbfinale

echt-Olympiasiegerin Britta Heidemann hat auch in London das Halbfinale erreicht. Sie gewann am Montag gegen die tunesische Außenseiterin Sarra Besbes im Viertelfinale sicher mit 15:12. Besbes ist lediglich die Nummer 33 des Welt-Rankings. Zuvor hatte die Leverkusenerin das Achtelfinalduell gegen Chinas Weltmeisterin Na Li 14:13 und ihren Auftaktkampf gegen Italiens Bianca del Carretto mit dem gleichen Resultat in der Verlängerung für sich entschieden.

  mke Duplitzer aus Bonn hat dagegen das Achtelfinale mit einem 10:15 in ihrem zweiten Gefecht gegen die topgesetzte Chinesin Yujie Sun verpasst.

Luftgewehrschütze Julian Justus verpasst Finale mit letztem Schuss

Wieder keine Medaille für die deutschen Schützen. Der letzte Schuss kostete Julian Justus das Olympia-Finale: Der erst 24-Jährige leistete sich am Montag zum Abschluss der sechs Serien mit je zehn Schuss eine Neun und kam so nur auf 595 Ringe und Platz zwölf. 596 Ringe hätten zum überraschenden Einzug in das Stechen gereicht.

Christin Ulrich mit Rekorden im Gewichtheben

Christin Ulrich hat für deutsche Rekorde bei den olympischen Wettbewerben im Gewichtheben gesorgt. Die 21 Jahre alte Thüringerin bewältigte am Montag in der Klasse bis 58 Kilogramm eine Zweikampflast von 207 Kilo. Ihre Höchstmarke stand bisher bei 203 Kilo. Auch im Reißen (93 kg) und Stoßen (114) erzielte sie Bestwerte. Ulrich wurde mit ihrer Leistung in der leistungsschwächeren B-Gruppe Dritte. Die endgültige Platzierung steht erst nach dem Finale der A-Gruppe am Nachmittag fest.

Turmspringer enttäuschen Medaillenhoffnungen

Auch die deutschen Synchron-Springer konnten nicht die ersehnte deutsche Medaille erringen. Im Wasserspringen erreichte das Duo Hausding/Klein nur den 7. Platz. Gold ging an die Chinesen Cao Yuan/Zhang Yanquan, Silber an die Mexikaner Germán Sánchez/Iván García. Den dritten Platz sicherten sich Nicholas McCrory/David Boudia aus den USA.

Dieser Artikel wurde aktualisiert.