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Roter Platz: Die unglaubliche Saison 2009/2010 Red Rock
Sportbuzzer Themen Roter Platz: Die unglaubliche Saison 2009/2010 Red Rock
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11:02 14.04.2010
Von Der Platzwart
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Galten 96-Kicker in den Monaten zuvor oft als Komaläufer der Liga, die englische Boulevardpresse sprach von „Men without Hetz“, brachte die Truppe nun ein ganzes Stadion – abgesehen von den 20 000 Schalkern – in Wallung und ist seit Sonnabend nicht nur in Dortmund der 16. der Herzen.

Sinnbild für das neue Lebensgefühl der „Roten“ war der Jubelhaufen nach dem 4:2, der „Red Rock“. Wir erinnern uns: Nachspielzeit, Ya Konan schießt das erlösende Tor und rennt zur Außenlinie. Pinto stellt den Ivorer mit einer Klammertechnik und fixiert ihn zum Zwecke des gemeinsamen Freuens mit dem aus dem freien Stil bekannten „Paketgriff“. Balitsch kommt hinzu, Cherundolo erweitert, Rausch von links, Physiotherapeut Blume schubst Hanke auf die Gratulationsgesellschaft, Elson, Bruggink, Chahed, Schulz, Eggimann und Torwarttrainer Sievers erhöhen um jeweils 30 Zentimeter, jemand will unten links Huszti entdeckt haben.

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Spektakulärer Heimsieg für die „Roten“: Hannover 96 hat am Sonnabend gegen Schalke 04 mit 4:2 gewonnen. Durch den wertvollen Punktegewinn verbesserten sich die Hannoveraner auf Relegationsrang 16 vor dem SC Freiburg.

In diesem Moment trifft auf dem Oberrang Ost 96-Beraterurgestein Dieter Schatzschneider eine schwerwiegende Entscheidung. Er beschließt, den Feierlichkeiten spontan beizuwohnen. Die Sportliche Leitung befürchtet nicht ohne Grund einen Totalverlust wichtiger Mannschaftsteile. Ordnungskräfte halten Schatzschneider im letzten Moment davon ab, über die Brüstung und am VIP-Bereich vorbei per Arschbombe auf die Kickertraube zu springen. Als sich auf dem Rasen das Feiergeflecht langsam entwirrt, ist Ya Konan fünf Zentimeter größer, breiter und flacher. Aber: Schmiedebach ist weg. Er meldet sich zur Slomkas Erleichterung kurz darauf per Klopfzeichen aus dem Rohrsystem der Rasenheizung.

Nächstes Endspiel in vier Tagen bei den Bayern. Die Münchener bereiten sich mit zwei trainingsfreien Tagen auf den Fußballklassiker vor, während bei Hannover 96 an einem Pendant zum zweieiigen Wunderwerk „Robbery“ gebastelt wird. Denkbar wären das Ballerduo „Ya Kolitsch“, oder die Sechserzange „Schmulz“, das Innenbollwerk „Eggui“ oder bei Einsatz von Lala und Rama das rotzfreche Kleinklein-Kombinat „Lama“.

Auf jeden Fall gilt für 96 das alte Kahn-Motto. „Dreier, wir brauchen Dreier!“

Die Platzwart-Lesung am 14. Mai ist ausverkauft. Restkarten für den 10. und 11. Mai hier: www.kalabusch.de

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