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Sotschi 2014 Die Spiele sind eröffnet!
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10:36 08.02.2014
Das deutsche Team während der Eröffnungsfeier im Olympiastadion in Sotschi. Quelle: dpa
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Sotschi

Die Show zur Eröffnung der Olympischen Winterspiele war gigantisch wie erwartet, doch Emotionen weckte das Spektakel nur selten. Um 22.26 Uhr Ortszeit sprach Russlands Staatspräsident Wladimir Putin am Freitagabend die Formel „Ich erkläre die XXII. Olympischen Winterspiele von Sotschi für eröffnet“ und gab damit das offizielle Startsignal für die Spiele. 27 Minuten später entzündeten die dreimalige Paarlauf-Olympiasiegerin Irina Rodnina und der legendäre Eishockey-Torwart Wladislaw Tretjak dann endlich das olympische Feuer. Nach einem mehr als 65 000 Kilometer langen Fackellauf war die Flamme endlich am Ziel.

„Die Spiele werden heiß mit der Wärme in unseren Herzen.“

In der Eröffnungszeremonie vor 40 000 Zuschauern im Olympiastadion und einem geschätzten Milliardenpublikum weltweit vor den Fernsehgeräten wollte sich Russland unter dem Motto „Dreams of Russia“ der Welt als herzlicher Gastgeber präsentieren, doch der Funke sprang kaum über. Auch der vom Stadiondach rieselnde echte Schnee sorgte eher für unterkühlte Atmosphäre auf den Rängen. Dennoch versprach Dmitri Tschernyschenko, der Vorsitzende des Organisationskomitees: „Unsere Spiele werden heiß mit der Wärme in unseren Herzen.“

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Feuerwerk, Fahnen und Show: Die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Sotschi.

„Heute Abend schreiben wir ein neues Kapitel in der olympischen Geschichte. Dies sind die ersten Olympischen Spiele im neuen Russland“, sagte Thomas Bach, der deutsche Präsident des Internationalen Olympischen Komitees, und forderte die Politiker auf, ihre „Meinungsunterschiede in einem friedlichen, direkten Dialog zu adressieren und nicht auf dem Rücken der Athleten“. Den Sportlern rief er zu: „Respektiert die Regeln, kämpft fair, seid sauber und habt Respekt vor euren Gegnern.“

Nach der zweieinhalbstündigen Show in dem Stadion, das nur für die Eröffnungs- und Schlussfeier genutzt wird, gehören die olympischen Arenen bis zum 23. Februar den Athleten, die in 98 Wettbewerben um Gold, Silber und Bronze kämpfen. Als erste Sportler wetteifern am heutigen Sonnabend die Snowboarder im Slopestyle-Wettbewerb der Männer um Edelmetall.

Zum Start nur vier olympische Ringe

Als 21. Mannschaft zog das von Ski-Doppelolympiasiegerin Maria Höfl-Riesch als Fahnenträgerin angeführte deutsche Team ein. Die rund 100 quietschbunt gekleideten Funktionäre und Sportler wurden wie viele Mannschaften eher verhalten begrüßt. Dagegen heimsten die von Bobpilot Alexander Subkow ins Stadion geleiteten russischen Sportler beim Einmarsch der Nationen frenetischen Beifall ein.

Danach boten rund 9000 Darsteller eine Zeitreise durch die russische Geschichte, die allerdings nicht frei von Längen war. Der Bogen spannte sich von der Novemberrevolution 1917 bis in die Moderne.

Ganz reibungslos verlief der pompöse Auftakt allerdings nicht. Kurz nach Beginn der Feier sollten sich fünf riesige künstliche Schneeflocken in die olympischen Ringe verwandeln, doch eine Schneeflocke öffnete sich nicht wie geplant, sodass in der Arena nur vier Ringe zu sehen waren. Im wichtigsten russischen Fernsehsender war die Panne allerdings nicht zu sehen: Der Perwy-Kanal blendete die Übertragung einfach für eine kurze  Werbepause aus.

dpa

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