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WM 2010 Boateng beklagt Kampagne gegen seine Person
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09:12 26.05.2010
Kevin-Prince Boateng: „Was passiert, geht zu weit. Einige haben es geschafft, dass meine Familie in die ganze Angelegenheit mit reingezogen worden ist."
Kevin-Prince Boateng: „Was passiert, geht zu weit. Einige haben es geschafft, dass meine Familie in die ganze Angelegenheit mit reingezogen worden ist." Quelle: dpa
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Kevin-Prince Boateng hat seine Vorwürfe gegen den DFB-Kapitän Michael Ballack erneuert. Der für den FC Portsmouth spielende Boateng hatte Ballack im englischen Cupfinale gefoult. Ballack, Profi beim FC Chelsea, musste daraufhin seine WM-Teilnahme verletzt absagen. Eineinhalb Wochen nach dem folgenschweren Tritt klagte Boateng in der „Sport-Bild“ und wittert eine Kampagne gegen seine Person.

„Was passiert, geht zu weit. Einige haben es geschafft, dass meine Familie in die ganze Angelegenheit mit reingezogen worden ist und ein böses Feindbild gezeichnet wurde. Auf der anderen Seite verharmlosen und verheimlichen einige die Ohrfeige von Michael Ballack. Selbst meine öffentliche Entschuldigung Montag vor einer Woche wird plötzlich unter den Tisch fallen gelassen. Da sind Grenzen überschritten worden“, erklärte Boateng.

Der frühere Profi von Hertha BSC betonte, dass er sich während des FA-Cup-Endspiels „zweimal bei Michael Ballack entschuldigt“ habe „und danach öffentlich ein drittes Mal“. Die Aktion im englischen Cup-Endspiel sei „kein Revanchefoul“ gewesen. „Ich möchte mich nicht in eine Opferrolle bringen, nur möchte ich sachliche Kritik“, meinte Boateng.

Boateng erzählte, dass ihn sogar Ballacks Teamkameraden vom FC Chelsea unterstützt haben. „Ich habe mit zwei, drei Spielern Kontakt gehabt. Sie sagen, so ein Foul kann passieren, und ich solle mir das alles, was berichtet wird, nicht zu Herzen nehmen. Das war keine Absicht.“

Kevin-Prince Boateng, Halbbruder des deutschen Nationalspielers Jérôme Boateng vom Hamburger SV, ist noch ohne Einsatz für Ghana. In der Vergangenheit spielte Boateng für die deutsche U-21-Auswahl, entschloss sich aber im Gegensatz zu Jérôme sportlich für das Land ihres Vaters. Kürzlich machte der Fußball-Weltverband FIFA mit der Spielberechtigung den Weg für den Mittelfeldspieler frei. Ghana trifft am 23. Juni (20.30 Uhr) in Johannesburg auf Deutschland.

dpa

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