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WM 2010 Klose jagt die Rekordmarke von Gerd Müller
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13:21 14.06.2010
Erzielte das 2:0 für Deutschland gegen Australien: Miroslav Klose. Quelle: afp
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Müller ist wieder ein großes Thema in Fußball-Deutschland. „WM-Miro“ Klose jagt nach seiner sportlichen Wiederauferstehung die Rekordmarke des „Bombers der Nation“ - und der neue Müller fängt an zu treffen. Wie Thomas Müller das Tor gemacht hat? „Sensationell, mit sehr viel Ruhe und sehr viel Klasse“, lobte Kapitän Philipp Lahm den ersten spektakulären WM-Auftritt von Thomas Müller, für den der prominente Name mehr Lust als Last ist. Der Bayern-Youngster avancierte neben Mesut Özil, Routinier Klose und Ballermann Lukas Podolski zu einem der großen Gewinner des 4:0-WM-Auftakts der deutschen Nationalelf gegen Australien.

Während der 32 Jahre alte Klose seine Rückkehr zu einem der gefährlichsten WM-Stürmer gewohnt sachlich analysierte, blieb der erst 20-jährige Müller auch in der Aufarbeitung seines dritten Länderspiels forsch und mutig. „Ich wusste, dass ich mich auf die eine Chance fokussieren musste. Ich habe das gut geschafft“, erklärte Klose ruhig seinen elften Treffer in einem WM-Turnier.

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Damit hat der Torschützenkönig von 2006 bereits Jürgen Klinsmann eingeholt; nur noch Gerd Müller ist mit 14 WM-Toren besser. Der neue Müller scherzte dagegen frech: „Ich wollte nur den Absatz der Müller-Trikots nach oben treiben.“

Auch für den Shooting-Star ist das Thema Gerd Müller, mit 68 Toren in 62 Länderspielen noch immer der mit Abstand erfolgreichste deutsche Stürmer, in Südafrika ganz nah. „Ich musste irgendwie meine Rückennummer rechtfertigen“, erklärte der Bayern-Aufsteiger in Anspielung an die 13, die einst auch der absolute Ausnahmestürmer Gerd Müller bei der Heim-WM 1974 getragen hatte. „Ein bisschen hat es so ausgesehen wie das Tor von Gerd Müller gegen Holland da im Finale“, bemerkte der neue Müller schmunzelnd nach dem TV-Studium seines ersten Länderspiel-Tores mit dem rechten Fuß aus der Drehung.

Müller wirkt in der großen Jugend-Fraktion des DFB-Teams, die nach dem furiosen WM-Start auch international plötzlich im Fokus steht, wie der Stubenälteste: Abgeklärt und reif wie andere erst mit Ende 20. Fast ungläubig reagierte er auf die Frage, inwieweit die plötzliche Nominierung in die Startelf des dreimaligen Weltmeisters seinen Puls nach oben getrieben habe. „Ich habe jetzt schon so viele Spiele gemacht, habe Champions-League-Finale gespielt und DFB-Pokalfinale, bin deutscher Meister. So leicht kann mich nichts mehr aus der Ruhe bringen“, konterte die Saison-Entdeckung.

Bayern-Coach Louis van Gaal hatte den Amateur Müller, der übrigens schon verheiratet ist, in München auf Empfehlung von Entdecker Hermann Gerland zum Saisonstart aus dem Nichts zur Stammkraft befördert. Jetzt praktizierte Bundestrainer Joachim Löw das Gleiche. „Müller geht mehr in den Rücken der Abwehr, Richtung Tor. Das hat er einige Male gut gemacht“, begründete Löw die Entscheidung pro Müller in der Startelf. „Das ist ein super Gefühl. Das Wichtigste ist, dass die Mannschaft gut gespielt hat und ich einen Teil dazu beigetragen habe. Das ist mein Anspruch“, erklärte der gelobte Münchner.

In einem schier unglaublichen Schnelldurchlauf ist Thomas Müller auf die internationale Bühne katapultiert - und er hat genauso schnell Professionalität und die hohen Ansprüche verinnerlicht. „Natürlich haben wir jetzt das Gefühl, dass mehr geht hier als uns vielleicht viele zutrauen“, verkündete der gebürtige Bayer nach nur 201 Spielminuten für Deutschland die Team-Meinung. „Wir sind zufrieden, aber müssen natürlich die Konzentration hoch halten.“

dpa

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