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WM 2010 Robben verpasst wohl Vorrunde, Buffon befürchtet WM-Aus
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12:12 16.06.2010
Hollands Star-Nationalspieler Arjen Robben. Quelle: dpa
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Holland-Star Arjen Robben geht nicht davon aus, dass er nach seinem Muskelfaserriss im Oberschenkel bei der Fußball-Weltmeisterschaft bereits in der Vorrunde zum Einsatz kommt. Realistischer sei vielmehr, dass er in einem möglichen Achtelfinale sein Debüt in Südafrika feiere. „Das denke ich schon. Ich hoffe, dass ich dann wieder so weit bin, ein Spiel zu machen, und der Trainer mir das Vertrauen gibt“, sagte der Flügelflitzer vom FC Bayern München in einem Interview mit dem Magazin „Sport Bild“.

Robben war nach der Verletzung erst am vergangenen Samstag in Johannesburg zum Team gestoßen und hatte beim 2:0-Auftaktsieg der Niederländer gegen Dänemark noch nicht im Kader gestanden. Am Dienstag hatte er erstmals teilweise wieder mit der Mannschaft trainiert. In den Tagen vor dem Abflug hätten sich auch die Verantwortlichen des FC Bayern bei ihm gemeldet. Darüber habe er sich sehr gefreut. „Bayern gibt einem immer das Gefühl, dass der Club für einen da ist. Und das nicht nur, wenn es gut läuft. Das zeichnet den FC Bayern aus“, sagte Robben. Den Niederländern traut der 26-Jährige bei den Titelkämpfen in Südafrika einiges zu. Allerdings sieht er die „Oranjes“ auch im Zugzwang. „Wenn wir es packen wollen, dann müssen wir es jetzt tun“, sagte Robben.

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Italiens Nationaltorwart Gianluigi Buffon droht wegen starker Rückenprobleme das Aus bei der Fußball-WM in Südafrika. „Ich mache mir große Sorgen um meine WM“, sagte der Weltklassekeeper nach Angaben der „Gazzetta dello Sport“ und schockte damit Italiens WM-Tross im „Casa Azzurri“. Ein Ausfall des Keepers von Juventus Turin wäre für Titelverteidiger Italien ein schwerer Schlag. „Buffon ist ein einzigartiger Spieler“, sagte Italiens Fußballverbands- Präsident Giancarlo Abete.

Am Mittwochmorgen wollte sich der 32-Jährige zu weiteren Untersuchungen in eine Klinik nach Pretoria begeben. Italiens Teamarzt Enrico Castellacci hatte bei Buffon starke Beschwerden am Ischiasnerv aufgrund schon länger andauernder Wirbelsäulenproblemen diagnostiziert. „Im Moment können wir nicht sagen, wann er wieder zurückkehren kann“, hatte der Mediziner am Dienstagabend mitgeteilt.

Diese ungewöhnlich vage Aussage löste im italienischen Haus Spekulationen aus: Kaum einer rechnet noch mit einem Comeback des viermaligen Welttorhüter des Jahres vor dem Achtelfinale. Viele befürchten Buffons vorzeitige Abreise aus Südafrika. Sollte Buffon ausfallen, dürfte Nationalcoach Marcello Lippi Palermos Torwart Salvatore Sirigu nachnominieren. Nach dem 1:1 gegen Paraguay am Montagabend in Kapstadt hatte Buffon noch mit seiner Rückkehr nach rund zwei Tagen gerechnet. Der große Rückhalt der „Squadra Azzurra“ war in der Halbzeit durch Cagliaris Schlussmann Federico Marchetti ersetzt worden. „Ich hatte beim Aufwärmen einen starken Schmerz, der ins Bein ausstrahlte“, berichtete Buffon. Zunächst hatte er mit einer Zerrung gerechnet. Noch am Montagabend informierte der Turiner Juves Teamarzt Fabrizio Tencone. Auch beim Rekordmeister ist man besorgt. „Was für ein Schock“, titelte der „Corriere dello Sport“ am Mittwoch.

dpa

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