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WM 2010 Rooney: „Wir haben keine Angst vor Euch“
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19:59 26.06.2010
Manchester-United-Stürmer Wayne Rooney. Quelle: dpa
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Wayne Rooney mit Stahlhelm, Wayne Rooney in Boxerpose - England bläst vor dem WM-Klassiker gegen Deutschland zur Attacke. „Wir haben keine Angst vor Euch“, tönte Superstürmer Rooney, der einen Tag vor dem Achtelfinale mit seinem Konterfei viele Titelseiten im Fußball-Mutterland beherrschte. „Es ist Krieg“, behauptete das Revolverblatt „Daily Star“ neben einer Foto-Montage des helmtragenden Torjägers. Auch Rooneys Teamkollegen heizten die Stimmung weiter an. „Wir sind die bessere Mannschaft. Ich bin sicher, wir werden sie schlagen“, meinte Torwart David James.

Trainer Fabio Capello und Kapitän Steven Gerrard setzen vor allem auf die steigende Form von Rooney. „Er steht unter Strom. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis er trifft“, sagte Gerrard am Samstag bei der offiziellen Pressekonferenz vor dem Achtelfinalduell in Bloemfontein. Obwohl der Torjäger von Manchester United bei dieser WM noch kein Tor erzielt hat, setzt auch Capello auf Rooney: „Er hat hervorragend trainiert und kann es kaum erwarten, den Ball zu kriegen. Wir brauchen ihn für den letzten Pass und die Tore.“

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Alle 23 Spieler meldeten sich am Samstag beim Abschlusstraining einsatzbereit. „Ich habe jetzt wieder mehr Optionen. Das ist besser für mich“, hatte Nationaltrainer Fabio Capello schon vor der letzten Übungseinheit gesagt. Neben Rooney ist auch der an der Leiste verletzte Abwehrmann Ledley King rechtzeitig fit. „Wir sind im Moment richtig gut drauf“, beteuerte Co-Trainer Stuart Pearce.

Nach dem erzitterten Einzug in die K.o.-Runde fühlen sich die Stars von der Insel von einer Last befreit und wittern nun die Chance, dem Erzfeind nach so mancher denkwürdigen Pleite eins auszuwischen. „Die Jungs können es nicht erwarten, gegen die Deutschen zu spielen“, verriet Chelsea-Profi Joe Cole. Die Stimmung im abgelegenen „Royal Bafokeng Sports Campus“ habe sich nach dem 1:0- Sieg gegen Slowenien verändert. „Das war eine große Erleichterung, jetzt sieht alles gut aus“, erklärte Cole.

Zum ersten Mal in Südafrika könnte Capello die gleiche Startelf aufbieten wie im Spiel davor. Lediglich Jamie Carragher, der nach seiner Gelb-Sperre wieder mitwirken darf, könnte doch noch ins Team rutschen und Matthew Upson aus der Innenverteidigung verdrängen.

Das größere Fragezeichen allerdings ist die Form von Rooney. Obwohl er die Erwartungen wie schon bei der WM 2006 bislang noch nicht erfüllte, warnte Bundestrainer Joachim Löw: „Bei Wayne Rooney weiß man, dass er explodieren kann. Dieser Mann ist zu allem fähig.“ Zumindest um große Töne war der Torjäger vor dem Deutschland-Spiel nicht verlegen. „Die Deutschen sahen in ihrem ersten Spiel gut aus, aber sie sind schlagbar und ich bin selbstbewusst“, sagte der 24- Jährige. Für ihn zähle bei der WM allein das Gewinnen, versicherte Rooney und schickte eine weitere Spitze ins deutsche Lager: „Ich habe nichts gesehen, wovor wir uns Sorgen machen müssten.“

Einen Mutmacher hatten auch Englands Boulevardmedien für ihr Team parat. Gleich mehrere Zeitungen druckten auf der Titelseite ein Foto von der Safari des deutschen Teams am Freitag, auf dem die DFB- Spieler in einem vergitterten Bus und davor drei Löwen zu sehen sind. „Deutschland hat Angst vor den ’Three Lions’“, lautete die Schlagzeile.

Wäre da nur nicht die Furcht der Engländer vor einem Elfmeterschießen wie 1990 bei der WM in Italien und 1996 bei der Heim-EM. Seit Wochen lässt Capello seine Mannen dafür trainieren, über die Fortschritte aber gibt niemand Auskunft. „Als Torhüter haben wir dabei eine schwere Aufgabe. Wenn wir im Training zu viele halten, dann verlieren die Jungs das Selbstvertrauen“, ließ Keeper James immerhin wissen. Mittelfeldspieler Cole will solche Zweifel gar nicht erst aufkommen lassen und betonte: „Dieses Mal ist unsere Zeit gekommen. Wir können es schaffen, wenn unser Land an uns glaubt.“

dpa

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