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WM 2010 Schweinsteiger fordert: „Es muss der Siegeswille zu spüren sein“
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15:04 22.06.2010
Bastian Schweinsteiger: „Es kann sein, dass wir nicht schön spielen, aber gewinnen.“ Quelle: dpa
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Auf ihn kommt es ganz besonders an: Bastian Schweinsteiger soll als Joachim Löws „emotionaler Leader“ die deutsche Elf gegen Ghana durchs Fußball-Fegefeuer führen. „Man muss in jeder Aktion sehen, dass wir gewinnen wollen. Und wir müssen hinten wie eine Wand stehen, durch die kein Durchkommen ist“, gab der Mittelfeldchef entschlossen und beschwörend die Marschroute für das K.o.-Spiel am Mittwoch im WM-Endspiel-Stadion von Johannesburg vor.

Schweinsteiger schürt vorab die Emotionen. „Man muss auf dem Platz merken, dass jeder Spieler gewinnen will. Selbst bei den Betreuern draußen auf der Bank muss man das merken“, forderte der 25 Jahre alte Münchner vor seinem 77. Länderspiel für Deutschland.

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Negative Gedanken blendet er aus. Er fordert Cleverness und Kaltschnäuzigkeit auf dem Spielfeld und vertraut auf die Spielstärke der jungen deutschen Elf um Ideengeber Mesut Özil. „Es kann sein, dass wir nicht schön spielen, aber gewinnen“, sagte Schweinsteiger und ergänzte: „Es muss der unbedingte Siegeswille zu spüren sein.“

Schweinsteiger weiß, dass er den fehlenden Leitwolf Michael Ballack gerade jetzt ersetzen muss. Aber er will es mit seinen Mitteln, seiner Art Fußball tun, als Ballverteiler und Taktgeber: „Ich habe viele Pässe im Spiel, versuche das Tempo zu steuern, die Richtung vorzugeben. Ordnung auf dem Platz muss sein, ich muss auch viel defensiv arbeiten und viel reden auf dem Platz“, beschrieb er seine zahlreichen Aufgaben im Zentrum des deutschen Spiels.

„Natürlich würde ich mir wünschen, ein Tor zu machen, aber das ist nicht so entscheidend“, sagte der von Bundestrainer Löw auch zum Elfmeterschützen Nummer 1 beförderte Bayern-Profi. Aber das 22. Länderspieltor steht nicht ganz oben auf seiner Ghana-Wunschliste. „Tore müssen normalerweise die Offensivspieler machen. Mein Job ist es, die Mannschaft mit klugen Pässen dahin zu bringen.“

Weiterkommen ist das Ziel, aber das Achtelfinale wäre ihm nicht genug: „Es würde beflügeln. Man hätte die Gruppe überstanden, hätte das Ziel erreicht - aber mehr auch nicht.“ Schweinsteiger will dann am 11. Juli - dem Tag des WM-Endspiels - noch einmal in „Soccer City“ auflaufen. „Wir wollen dann mehr“, verkündete er am Dienstag.

dpa