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WM 2010 WM-Countdown: Nur Argentinien schon in WM-Form
Sportbuzzer Themen WM 2010 WM-Countdown: Nur Argentinien schon in WM-Form
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16:41 25.05.2010
Sein Team ist in Bestform: Argentiniens Trainer Diego Armando Maradona.
Sein Team ist in Bestform: Argentiniens Trainer Diego Armando Maradona. Quelle: dpa
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Die Stimmung in den WM-Trainingscamps könnte nicht unterschiedlicher sein. Während sich Mitfavorit Argentinien in einem Testspiel schon mal warm geschossen hat, suchen vor der Endrunde in Südafrika andere Titelkandidaten wie Portugal oder England noch ihre Form oder werden von Verletzungssorgen geplagt. Die Franzosen haben als Minimal-Ziel das Erreichen des Viertelfinales ausgerufen und verhandeln schon mal die Prämie für den WM-Sieg: Etwa eine Viertelmillion Euro pro Spieler würde Franck Ribéry & Co dann winken.

Auch ohne Lionel Messi reichte es für Argentinien gegen Kanada zu einem 5:0-Kantersieg. Mehr als 55.000 Fans in Buenos Aires feierten eine Riesenfiesta und Trainer Diego Armando Maradona. „Ich wollte der Welt zeigen, welch talentiertes Team wir haben, und genau das haben wir heute Abend getan“, stellte der Coach zufrieden fest: „Wir fahren im richtigen Moment zur WM.“ Der Nationaltrainer schonte Weltfußballer Messi vom FC Barcelona, der sich im Training in der Vorwoche eine Blessur im Adduktorenbereich zugezogen hatte.

Wie Argentinien hat jetzt auch Vizeweltmeister Frankreich seinen endgültigen Kader für die WM beisammen. „Die 23 von (dem Trainingslager in) Tignes sind auch die 23 (Spieler) für die WM“, teilte Nationaltrainer Raymond Domenech auf der Webseite des französischen Verbandes FFF mit. Er baut somit auf die vollständige Genesung seines angeschlagenen Kapitäns William Gallas.

„Man muss mindestens das Viertelfinale anstreben. Das wird schwer sein, ist aber das Minimum“, sagte FFF-Vizechef Noël Le Graët zu den Ambitionen der “Équipe Tricolore“. Den Titelgewinn ließe sich der Verband einiges kosten: „Die Verhandlungen sind nicht abgeschlossen ... aber es wird zwischen 240.000 und 300.000 Euro liegen.“

Ganz andere Sorgen hat hingegen der deutsche Auftakt-Gegner Australien. Er ist noch weit von seiner Bestform entfernt. Trainer Pim Verbeek zeigte sich nach einem unverdienten 2:1-Sieg im Testspiel gegen Neuseeland in Melbourne höchst kritisch. „Wenn wir in drei oder vier Tagen bei der WM antreten müssten, wäre ich sehr besorgt, aber wir haben ja noch drei Wochen“, sagte der Niederländer.

Im Testspiel, bei dem sich der Neuseeländer Tim Brown eine Schulterfraktur zuzog und nun um seine WM-Teilnahme bangt, hatte Australien spielerische Defizite gezeigt und war auch bei Kopfbällen unterlegen. Verbeek erkannte „organisatorische Fehler“, die abgestellt werden müssten. „Wir wissen, dass Deutschland und auch Serbien große Spieler haben.“ In der Gruppe D spielt auch Ghana.

In Portugal hat sich nach einem 0:0-Remis gegen Kap Verde bittere Enttäuschung breitgemacht. „Im ersten Test gleich durchgefallen“, hielt das Sportblatt „A Bola“ dem WM-Vierten von 2006 vor. Zudem zog sich Mittelfeldspieler Tiago eine Muskelverletzung zu. „Ich mache mir erhebliche Sorgen“, sagte der Coach der Portugiesen, Carlos Queiroz.

Auch Englands Nationaltrainer Fabio Capello sieht sein Team noch nicht in WM-Form. „Ich will mehr“, forderte der Italiener nach dem 3:1-Testspielsieg gegen Mexiko. „Wir müssen den Geist dieser Mannschaft und ihre Qualitäten wieder erwecken“, forderte Capello. Er sucht weiter nach einem Stamm-Torhüter. Auch für den verletzten „Glücksbringer“ David Beckham hat er noch keine Aufgabe.

Gut gelaunt ist der deutsche Trainer der Schweizer Nationalelf, Ottmar Hitzfeld, in die heiße WM-Vorbereitungsphase gestartet. „Wir schießen uns gegen Spanien warm“, sagte der 61-Jährige augenzwinkernd mit Blick auf das erste WM-Spiel der Eidgenossen gegen den Europameister und Titelfavoriten (16. Juni).

dpa