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WM 2010 Zidane wirft französischen Spielern Egoismus vor
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11:47 14.06.2010
Zinedine Zidane, hier bei einem Wohltätigkeitsturnier Anfang Juni in Manchester. Quelle: afp
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Der frühere französische Fußball-Superstar Zinedine Zidane geht mit der Nationalelf seines Landes hart ins Gericht. Beim WM-Auftakt der „Bleus“ am vergangenen Freitag gegen Uruguay (0:0) habe er “überhaupt kein Mannschaftsspiel“ gesehen, klagte Zidane. Im Interview des französischen TV-Senders „Canal+“ forderte der 37- Jährige am Sonntagabend: „Die Spieler müssen sich zusammenreißen und ihre Egos beiseitelegen.“

„Es gab kein Mannschaftsspiel, sie haben nicht miteinander gespielt. Diese individuellen Aktionen, es immer allein zu versuchen, das ist nicht gut“, lautete Zidanes Bilanz. Der dreimalige Weltfußballer des Jahres kritisierte auch den zu Hause äußerst umstrittenen Coach Raymond Domenech: Der 58-Jährige sei „kein Trainer, sondern eher ein Spieler-Auswähler“. Domenech müsse dafür sorgen, dass die Spieler auch als Team funktionieren. Am Ende seien es aber die Spieler, die auf dem Platz Leistung bringen müssten.

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Der frühere Profi von Juventus Turin und Real Madrid warnt seine Landsleute: Nur als Mannschaft werde das Team um Franck Ribéry Erfolg haben. Man müsse sich auch für die Teamkameraden einsetzen. Kein einziger Spieler dürfe Ansprüche stellen.

Am Sonntag hatte Zidane in Südafrika das Spiel zwischen Algerien und Slowenien (0:1) besucht. Der Weltmeister von 1998 und WM-Zweite von 2006 ist Sohn algerischer Einwanderer.

Frankreich trifft am Donnerstag in der Gruppe A in Polokwane auf Mexiko, das zum Auftakt ein 1:1 gegen Gastgeber Südafrika holte. Die „Bafana Bafana“ spielt am Mittwoch in Pretoria gegen Uruguay.

dpa

15.06.2010
14.06.2010