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UBC Hannover Tigers UBC Tigers glänzen beim Sieg gegen Heidelberg
Sportbuzzer UBC Hannover Tigers UBC Tigers glänzen beim Sieg gegen Heidelberg
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07:25 02.11.2009
UBC-Star Anthony Slack (oben, rechts) 
macht sich lang und lässt dem
 Heidelberger Eric Vierneisel nicht 
den Hauch einer Chance.
UBC-Star Anthony Slack (oben, rechts) 
macht sich lang und lässt dem
 Heidelberger Eric Vierneisel nicht 
den Hauch einer Chance. Quelle: Florian Petrow
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Der UBC Hannover Tigers hat seine Fans verzückt. Der Basketball-Zweitligist bot den 1562 Zuschauern in der AWD-Hall eine Vielzahl höchst sehenswerter Aktionen und feierte gegen den USC Heidelberg einen deutlichen 114:82-Erfolg und damit den dritten Sieg in Serie. In der Tabelle schob sich das Team von Trainer Mahmut Ataman auf den 9. Platz vor. Brian Moten als Topscorer mit 30 Punkten und Anthony Slack mit einem Effektivitätswert von 39 ragten aus der auf einem hohen Niveau spielenden Mannschaft heraus.

„Ich bin selten sprachlos, aber heute bin ich es im positiven Sinne. Das war sehr, sehr schön. So viele gute und spektakuläre Aktionen haben wir in den ersten fünf Begegnungen zusammen nicht gesehen“, sagte Ataman nach der Begegnung. Sein Heidelberger Trainerkollege Torsten Daume musste eingestehen: „Wir sind heute untergegangen.“

Hannover hatte die hochgelobte Offensivabteilung der Heidelberger im Griff. Nicht die dafür bekannten Gäste aus Baden-Württemberg sondern der UBC konnte nach schnellen Tempogegenstößen durch krachende „Slam-Dunks“ viele wichtige Punkte machen. „Wir haben die Heidelberger heute mit ihren eigenen Waffen geschlagen“, sagte Ataman.

Der Bereich unter den Körben war das Hoheitsgebiet von Slack, der mit 18 Punkten, 13 Rebounds, sieben Assists und fünf Blocks herausragende Werte aufwies und für die Heidelberger Spieler ein unüberwindbares Hindernis darstellte. „Es war ein gutes Spiel, wir haben den Gegner nie richtig ins Spiel kommen lasen“, sagte Slack.

Die Spieler des Gegners konnten einem ob der Präsenz Slacks unter dem Korb schon fast ein wenig leidtun. Wenn die USC-Guards zum Korb zogen, um vermeintlich sichere Punkte zu erzielen, prallten sie an der 2,02-Meter hohen Slack-Mauer ab und verloren den Ball. So gelangen dem bisherige Topscorer der Liga, Jibril Hodges, der in den Spielen zuvor einen Schnitt von 24,8 Punkten aufgewiesen hatte, lediglich zwölf Punkte gegen den UBC. „Ich antizipiere die Bewegungen des Gegners. Durch meine Erfahrung habe ich das Gefühl dafür, den Block im richtigen Moment ansetzen zu können“, sagte Slack.

Das US-Quartett des UBC schaukelte sich mit sehenswerten Aktionen gegenseitig hoch: Emmanuel Holloway gelangen 22 Punkte, und Brian Moten wurde mit 30 Punkten zum treffsichersten Spieler der Partie. „Wir haben gegen eines der besseren Teams dieser Liga bewiesen, dass wir mithalten können“, sagte Moten. „Bei uns stimmt die Balance im Team. Es geht nicht darum, ob man Amerikaner oder Deutscher ist. Wir haben alle ein gemeinsames Ziel: rausgehen und gewinnen“, sagte Moten.

Der Teamgeist der Tigers wurde auch dadurch untermauert, dass sich jeder einzelne Spieler in die Scorerliste eintragen konnte. Die abschließenden anderthalb Minuten gönnte UBC-Trainer Ataman den vier Amerikanern zudem eine Pause und ließ seine fünf deutschen Spieler die Begegnung zu Ende spielen. „Nachdem die Amerikaner die gesamte Spielzeit auf dem Feld Spaß gehabt hatten, sollten sie am Ende auch auf der Bank ein wenig flachsen können“, sagte Ataman.

Punkte für den UBC Tigers: Moten (30), Holloway (22), Slack (18), Jones (15), Prasuhn (12), Schoo (11), Eisenblätter (2), Arigbabu (2) und Fleischer (2).

von Kay Sieken