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Sportbuzzer Ein Hauch von Derby auf der Neuen Bult
Sportbuzzer Ein Hauch von Derby auf der Neuen Bult
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17:06 17.05.2014
Von Björn Franz
Foto: Die Galopper müssen 2200 Meter absolvieren, lediglich 200 Meter weniger als Anfang Juli in Hamburg.
Die Galopper müssen 2200 Meter absolvieren, lediglich 200 Meter weniger als Anfang Juli in Hamburg. Quelle: Florian Petrow
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Langenhagen

Zwar haben für das Hauptereignis des „Hannoversch-Britischen Renntags“ (Beginn: 13 Uhr), ein mit 25.000 Euro dotiertes internationales Listenrennen, lediglich fünf Starter gemeldet, doch die haben es in sich: Alle fünf Dreijährigen sind noch für das wichtigste deutsche Galopprennen gemeldet, das am 6. Juli in Hamburg-Horn gestartet wird.

Dabei macht sich mit dem vom Franzosen Jean-Paul Carvalho im Gestüt Schlenderhan trainierten Swacadelic sogar einer die Mitfavoriten auf den Derbysieg auf den Weg nach Langenhagen. Geritten wird der Hengst von dem Niederländer Adrie de Vries, und auch sonst steigen einige der besten Jockeys am Sonntag auf der Neuen Bult in den Sattel.

So wird Eduardo Pedroza mit Chartbreaker einen weiteren aussichtsreichen Derbykandidaten reiten – dieses Gespann feierte beim ersten Saisonstart im französischen Straßburg bereits einen souveränen Erfolg. Der dritte heiße Sieganwärter im 7. Rennen, das um 17.05 Uhr gestartet werden soll, ist Shazaam aus dem Stall von Trainer Peter Schiergen. Im Sattel sitzt mit Dennis Schiergen der Sohn des ehemaligen Championjockeys – und der befindet sich derzeit in einer überragenden Form.

Was das Hauptereignis auf der Neuen Bult, auf der am Sonntag insgesamt zehn Rennen gestartet werden, so reizvoll für die Trainer der Derbykandidaten macht, ist unter anderem die Distanz. Die fünf Galopper müssen 2200 Meter absolvieren, lediglich 200 Meter weniger als Anfang Juli in Hamburg. Und so ist der Start in Langenhagen für sie eine perfekte Vorbereitung.

Mit Championjockey und einer falschen Queen

Nein, allzu gute Erinnerungen hat Lester Piggott nicht an die Neue Bult. Am 31. Mai 1973 war der erfolgreichste europäische Jockey aller Zeiten schon einmal in Langenhagen zu Gast. Doch bei der Eröffnung der hannoverschen Galopprennbahn passierte Piggott etwas, das angesichts seiner überragenden Karriere Seltenheitswert hat: Der Engländer, der am Sonntag als Ehrengast beim „Hannoversch-Britischen Renntag“ (Beginn: 13 Uhr) vor Ort sein wird, blieb ohne Sieg.

Inzwischen hat der einstige Spitzenjockey seine Reitstiefel natürlich längst an den Nagel gehängt. Trotzdem ist der Besuch des 78-Jährigen einer der Höhepunkte des 2. Renntags auf der Neuen Bult in dieser Saison. Schließlich liest sich die Bilanz des mit 1,73 Metern für einen Jockey relativ großen Mannes, der zu seiner aktiven Zeit deshalb den Spitznamen „The Long Fellow“ (übersetzt: „Der lange Bursche“) trug, beeindruckend: Etwa 5300 Rennen gewann er in seiner Karriere in 28 Ländern, darunter waren neun Erfolge im englischen Derby, drei beim Prix de l’Arc de Triomphes und auch drei im Deutschen Derby (1957 mit Orsini, 1963 mit Fanfar und 1967 mit Luciano). Nur in Langenhagen, da ging der Ausnahmereiter, der von Queen Elizabeth II. sogar zu „Sir Lester Piggott“ geadelt wurde, eben leer aus.

Am Sonntag auf der Neuen Bult dürfte der einstige Jockey, der 1995 noch im Alter von 59 Jahren sein letztes Rennen absolvierte, noch einmal eindrücklich an die Ehre erinnert werden, die ihm die englische Königin zuteilwerden ließ. Denn auch die Queen wird zum Renntag erwartet, der ganz im Zeichen des
300. Kronjubiläums steht. Natürlich nicht die echte Königin, sondern Patricia Ford, die als beste Doppelgängerin der Welt gilt.

Auch sonst kommt das Hannoversche Rennverein bei der zweiten Veranstaltung des Jahres „very british“ daher: Für die musikalische Unterhaltung sorgt die „Royal British Legion Youth Band“ aus Essex. Und außer Piggott kommen mit Erbprinz Ernst August von Hannover sowie dem stellvertretenden englischen Botschafter Simon Gallagher auch noch zwei weitere prominente Ehrengäste.

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