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Sportbuzzer Auf dem Kurs mit dem Keilerkopf
Sportbuzzer Auf dem Kurs mit dem Keilerkopf
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13:37 19.01.2010
Hardenberg GolfResort
Der Keilerkopf gehört zu den bekanntesten deutschen Golflöchern - und zu den attraktivsten. Quelle: Hardenberg GolfResort
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Beeindruckt ist keiner, und daran ändert sich auch nicht viel, wenn man mit dem „Hardenberg GolfResort“ ein wenig konkreter wird. „Hmh, Hardenberg.“ Also muss das Zauberwort her, und das heißt in diesem Fall „Keilerkopf“. Dann lautet die Antwort meist: „Was, ihr habt auf dem Kurs mit dem Keilerkopf gespielt? Erzählt mal.“

Der Keilerkopf ist das Wappentier des Grafen von Hardenberg, dem Eigentümer des Hardenberg GolfResort. Der Keilerkopf ist aber auch das Markenzeichen des sogenannten Niedersachsen Course: Auf Bahn 11 hat Architekt David John Krause ein Par 3-Inselgrün in der Form eines Keilerkopfes geschaffen, um den sich ein kleiner See schmiegt. Dieses 11. Loch gehört zu den bekanntesten deutschen Golflöchern - und zu den attraktivsten.

Bei unserer Testrunde waren gerade zwei Taucher im Arbeitseinsatz, um im See nach Golfbällen zu suchen, die den Keilerkopf nicht erreicht haben. 166 Meter sind es vom gelben Abschlagplateau bis zur Fahne, bei Gegenwind, erzählt Hardenberg-Geschäftsführer Norbert Hoffmann, „nehmen auch schon mal gute Spieler ihren Driver bei dem Par 3 zum Abschlag“. Unsere Bälle landen ohne Driver vier Meter vor dem rettenden Keiler-Grün mit einem kräftigen „Platsch“ im Wasser.

Der Frust wäre groß, hätte die riesige Golfanlage in dem hügeligen Tal bei Levershausen nicht weitere attraktive Löcher: Wir haben den anspruchsvollen Niedersachsen Course (18 Loch, Par 72, Länge: Frauen: 5135 Meter; Männer: 6057 Meter) gespielt, in dem es viele naturbelassene Hindernisse gibt. Mal macht einem ein Trockenbiotop das Golfleben schwer, mal muss eine Schlucht überwunden werden, überall lauern Bunker, jeder einzelne von ihnen ist klug platziert. Auf anderen Bahnen wird so geschickt mit dem Wasser gespielt, dass es eine wahre Freude ist, selbst wenn der Ball dort auf Nimmerwiedersehen verschwindet.

Auf dem Niedersachsen Course findet am 3. August die deutsche Golfmeisterschaft des Verbands der Sportjournalisten (VDS) statt. Die Organisatoren Christian Brunz und Hans-Joachim Zwingmann locken an diesem Tag auch die sogenannten „GOFUS“ auf die Anlage, das sind ehemalige Fußballer wie Nationalspieler Klaus Fischer, die mittlerweile mit großer Leidenschaft kleine Bälle schlagen.

Zur Golfanlage gehören außerdem der sogenannte Göttingen Course (18 Loch, Par 72, Länge: Frauen: 5276 Meter; Männer: 6033 Meter), der wegen des ständigen Auf und Ab eine gute Kondition erfordert, aber mit breit angelegten Fairways lockt. Auf einem öffentlichen 6-Loch-Kurs kann jeder erste Schwünge machen - und die Techniken in der Stefan Quirmbach Golfschule vertiefen. Quirmbach gilt als einer der besten Golflehrer in Deutschland. Und wie der Ball auf diesem verdammten Keilerkopf landet, das weiß Quirmbach natürlich auch.

Daten und Fakten:

Das Jahr 2009 begann für das Hardenberg GolfResort mit einer schönen Überraschung - und mit einem Geburtstagsgeschenk für den Golf Club Hardenberg zum 40-jährigen Bestehen. Die 42-Loch-Anlage im südniedersächsischen Levershausen wurde Mitglied im „The Leading Golf Courses of Germany“. Weitere Informationen gibt es unter Telefon (05551) 90838-0 sowie im Internet unter www.gchardenberg.de . Wer aus Hannover mit dem Auto zum Golfspielen kommt, braucht knapp eine Stunde auf der A 7 und nimmt die Ausfahrt Nörten-Hardenberg. Geschäftsführer des GolfResort ist Norbert Hoffmann.

Lieblingsloch:

Nein, hier kommt jetzt nicht die Bahn mit dem Keilerkopf. Unser Liebling ist auf dem Niedersachsen Course die Bahn 4, ein Par 3, vom gelben Abschlag 164 Meter lang. Der Clou: Man schlägt von einer Anhöhe aus ab über eine Schlucht, die wie ein Mini-Grand-Canyon aussieht. Beim ersten Versuch landeten wir oben auf dem Grün - ein Hochgefühl.

Hassloch:

Bahn 17, ein 325 Meter langes Par 4 auf dem Niedersachsen Course, hat beim Abschlag rechts eine einschüchternde Wasserlandschaft. Ist man um den Rechtsknick rum, warten links Wassertreppen und rechts Bunker. Wir haben sie alle kennen gelernt.