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Sportbuzzer Bamberg ist Basketball-Meister
Sportbuzzer Bamberg ist Basketball-Meister
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22:55 17.06.2010
Als Bambergs Triumph perfekt war, herrschte in „Freak City“, wie sich die Bamberger gerne nennen, der Ausnahmezustand. Quelle: dpa
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Bamberg ist Basketball-Meister. Die Brose Baskets bezwangen im entscheidenden Playoff-Spiel die Deutsche Bank Skyliners Frankfurt mit 72:70 (32:27). „Alles Klasse, es ist einfach geil“, schrie Bambergs Nationalspieler Tibor Pleiß nach dem Herzschlagfinale mit heiserer Stimme ins Mikrofon des TV-Senders Sport1, „Pokalsieger und Meister, viel mehr kann man nicht erreichten“.

Bamberg löst Vorjahresmeister EWE Baskets Oldenburg ab, der im Viertelfinale ausgeschieden war. Bester Werfer beim Meister war Anton Gavel mit 16 Punkten. Bei Frankfurt kam der am Ende zum großen Pechvogel gewordene Ex-Nationalspieler Pascal Roller auf 20 Zähler. „Roller hat gesagt, wir seien müde. Heute haben wir die Antwort gegeben. Ich bin sehr glücklich. Die ganze Stadt wird jetzt einige Tage feiern“, sagte Baskets-Topscrorer Gavel.

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Als Bambergs Triumph perfekt war, herrschte in „Freak City“, wie sich die Bamberger gerne nennen, der Ausnahmezustand. Beim Public Viewing auf dem Maxplatz jubelten einige Tausend Fans ihren Helden zu. Bei Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer auf der Tribüne der JAKO-Arena gab es kein Halten mehr. Das Daumendrücken des prominenten Brose-Fans hatte geholfen.

Nach einer zähen Serie mit fünf Spielen hatten die Oberfranken die lästigen Frankfurter „Stehaufmännchen“ endlich in die Knie gezwungen. Mit dem 69:56-Heimsieg am Dienstag waren die Skyliners nach dem 52:97-Debakel am vorigen Sonntag in Frankfurt zurückgekehrt. Aber die von Chris Fleming trainierten Brose Baskets setzten das Gesetz der Serie fort: In der Bundesliga-Geschichte setzte sich im Entscheidungsspiel bisher immer der Gastgeber durch.

Pedrag Suput und John Goldsberry eröffneten mit einem Blitzstart die Bamberger Meister-Gala und brachten das Heimteam nach nur zwei Minuten mit 10:0 in Front. In der Defensive mit dem hervorragenden Tibor Pleiß ließ Brose so gut wie nichts zu. Erst im zweiten Viertel gaben Roller und der sehr präsente US-Boy Seth Doliboa mit Dreipunkte-Würfen das Signal zu Frankfurts Aufholjagd. Bamberg verspielte eine 16-Punkte-Führung und ging wegen nachlassender Trefferquote nur mit einem Fünf-Punkte-Polster in die Pause.

Mit Spielmacher Gavel knüpfte Bamberg in den letzten beiden Vierteln an die starke Leistung im ersten Durchgang an. Trotz eines Rückstands von zeitweise 14 Punkten gaben die Frankfurter aber nicht auf und kamen zum Ende des dritten Viertel bis auf sechs Punkte heran. Die Hessen leisteten weiter hartnäckige Gegenwehr. Roller traf 13 Sekunden vor Schluss zum 69:70, dann vergab er einen Freiwurf zum Ausgleich - der Bamberger Zittersieg war nach einem weiteren Freiwurftreffer von Tibor Pleiß perfekt.

dpa