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Sportbuzzer Clijsters jubelt, Nadal vor Endspiel-Premiere
Sportbuzzer Clijsters jubelt, Nadal vor Endspiel-Premiere
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10:35 12.09.2010
Verteidigte ihren Vorjahrestitel: Kim Clijsters.
Verteidigte ihren Vorjahrestitel: Kim Clijsters. Quelle: afp
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Die Belgierin verteidigte im schnellsten US Open-Finale seit Einführung der Zeitnahme 1980 mühelos ihren Vorjahrestitel. Sie gewann mit 6:2, 6:1 in nur 59 Minuten gegen die Russin Wera Swonarewa zum dritten Mal das Hartplatz-Highlight im New Yorker Westen.

Der spanische Branchenprimus Nadal will am Sonntag im Endspiel gegen Novak Djokovic seine Grand-Slam-Sammlung komplettieren. Der Serbe hatte sich in einem 5:7, 6:1, 5:7, 6:2, 7:5-Halbfinal-Krimi gegen Roger Federer aus der Schweiz behauptet und somit das ersehnte Traumfinale gegen Nadal platzen lassen.

„Meine Erfahrung hat mir heute geholfen“, betonte Clijsters im Anschluss an ihre „Happy hour“. Nach ihrer problemlosen Titelverteidigung, die ihr ein Preisgeld von 1,7 Millionen Dollar einbrachte, wandte sie sich umgehend an Swonarewa, die nach der Lehrstunde mit den Tränen kämpfte. „Ich musste sechs, sieben Finals verlieren, bis ich endlich mal eins gewinnen konnte. Daher weiß ich, Wera, wie sehr Niederlagen schmerzen können. Aber deine Zeit wird kommen“, fand Clijsters aufmunternde Worte.

Die 27-Jährige kam spielend zu ihrem 21. Sieg in Serie bei den US Open und streckte nach 2005 und 2009 zum dritten Mal den silbernen Siegerpokal in den New Yorker Nachthimmel. Swonarewa, die im Halbfinale noch die Topgesetzte Dänin Caroline Wozniacki besiegt hatte, wirkte vor mehr als 23 000 Zuschauern übernervös. „Ich konnte einfach nicht an das Niveau meiner bisherigen Partien anknüpfen“, betonte sie.

Für die 26-Jährige war es innerhalb von knapp zwei Monaten die zweite klare Schlappe in einem Grand-Slam-Finale. Am 3. Juli hatte sie das Endspiel von Wimbledon in nur 66 Minuten mit 3:6, 2:6 gegen die Weltranglisten-Erste Venus Williams aus den USA verloren.

Erstmals im Finale von Flushing Meadows steht Nadal. Der Weltranglisten-Erste kam auch im Halbfinale gegen Michail Juschni aus Russland wieder zu einem glatten Sieg in drei Durchgängen (6:2, 6:3, 6:4) und buchte somit wie schon bei den French Open ohne Satzverlust das Finalticket. „Mein Traum ist nicht das Finale, sondern der Turniersieg“, betonte Nadal. Denn der Titel der US Open ist der Einzige, der dem 24-Jährigen noch in seiner Grand-Slam-Sammlung fehlt.

Um diese zu komplettieren, muss Nadal einen ebenso selbstbewussten wie ausgelaugten Novak Djokovic besiegen. „Ich werde alles rausholen, was ich noch in mir habe. Und das Glück wird hoffentlich auf meiner Seite sein“, meinte der 23-Jährige nach seinem Marathon-Match über 3:43 Stunden gegen Federer. Beim Stand von 4:5 wehrte der Weltranglisten-Dritte zwei Matchbälle ab und steht somit zum zweiten Mal nach 2007 im Finale.

Mit dem Sieg beendete er zugleich Federers Vorherrschaft in Flushing Meadows. Der Schweizer stand seit 2004 sechsmal nacheinander im Endspiel und verlor nur 2009. „Es ist eine schwere Niederlage für mich, aber sie wird mir mehr Motivation geben, hart zu trainieren, um es wieder in ein Grand-Slam-Finale zu schaffen“, sagte Federer.

dpa