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Sportbuzzer Deutsche Handballer verlieren in der Schlussphase gegen Spanien
Sportbuzzer Deutsche Handballer verlieren in der Schlussphase gegen Spanien
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21:37 17.01.2011
Holger Glandorf versucht sich durch die spanische Abwehr zu kämpfen. Quelle: dpa
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Trotz unbändigen Siegeswillens haben die deutschen Handballer bei der WM in Schweden das packende Duell zweier früherer Weltmeister verloren. Beim Zeitstrafen-Festival unterlag der Titelträger von 2007 am Montag mit 24:26 (13:13) im Topspiel der Vorrundengruppe A gegen Spanien. 18 Strafminuten und zwei Rote Karten waren in Kristianstad nicht zu verkraften für die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB), die die erste Turnierniederlage erlitt und einen „Big point“ auf dem Weg in die Hauptrunde vergab. Trotz Heimspiel-Atmosphäre vor 3700 Zuschauern verpasste das Team von Bundestrainer Heiner Brand bei einer 21:18-Führung (48.) den ersten Sieg gegen den Weltmeister von 2005 seit der WM 2007.

„Heute wäre es sicher möglich gewesen, die Spanier zu schlagen“, sagte Brand und sah in der schwachen Offensive die Gründe für die Niederlage. „Wir haben eine hohe Anzahl technischer Fehler gemacht“, meinte der Bundestrainer, der dem überragenden Torhüter Johannes Bitter ein Sonderlob spendierte. Auch die tolle Leistung des Hamburgers genügte am Ende aber nicht. Beste Werfer waren Uwe Gensheimer und Holger Glandorf mit je vier Toren. Nächster Gegner ist morgen Titelverteidiger Frankreich.

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Von der negativen Bilanz gegen Spanien ließ sich die deutsche Mannschaft lange Zeit nicht beeindrucken. „Wir wissen gar nicht, wie die letzten Ergebnisse waren“, sagte Linksaußen Dominik Klein. Konzentriert und aggressiv ging die DHB-Auswahl den Kraftakt im dritten Gruppenspiel an. „Drei Spiele, drei Siege, das wäre ein Meilenstein auf dem Weg in die Hauptrunde“, hatte Kapitän Pascal Hens als Ziel ausgegeben. Und Torhüter Bitter verriet: „Wir haben uns einiges einfallen lassen.“

Das bezog sich in erster Linie wohl auf die Deckung. Mit einer Abwehr wie aus einem Guss bremste die deutsche Mannschaft anfangs die Angriffswucht der Spanier aus. So erkämpfte sich das DHB-Team eine 6:4-Führung (13.), die aber wieder verloren ging. Verantwortlich dafür waren neben eigenen Ballverlusten durch leichtfertige Abspielfehler vor allem die dänischen Schiedsrichter Per Olesen und Lars Ejby Pedersen, die bis zur Pause rekordverdächtige 14 Strafminuten gegen die deutsche Mannschaft verhängten. Dieses Handicap aber machte der 
WM-Fünfte durch Kampfgeist wett.

Selbst in Unterzahl holte er einen 9:11-Rückstand (24.) wieder auf, weil die Abwehr klasse agierte. Daran knüpfte die deutsche Mannschaft nach der Pause nahtlos an, schwächte sich aber beim Stand von 15:15 (35.) durch einen Wechselfehler und der Roten Karte für Lars Kaufmann nach der dritten Zeitstrafe selbst. Und sechs Minuten später musste auch Sebastian Preiß nach seiner dritten Strafe vom Feld. Vor allem dank des sich enorm steigernden Torhüters Bitter erkämpfte der Weltmeister von 2007 eine Drei-Tore-Führung. Doch am Ende reichten Konzentration und Kraft nicht, um den Vorsprung gegen die Iberer über die Zeit zu bringen.

Tore für Deutschland: Gensheimer, Glandorf (beide 4), Sprenger (3), Klein, Haaß, Heinl, Pfahl, Hens (alle 2), Kraus (2/davon 
2 Siebenmeter) und Preiß – Zeitstrafen: Deutschland 18/Spanien 10 – Rote Karten: Kaufmann (35.), Preiß (41./jeweils dritte Zeitstrafe) – Zuschauer: 3500.

dpa