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Sportbuzzer Deutsche Handballer verlieren mit 25:27 gegen Ungarn
Sportbuzzer Deutsche Handballer verlieren mit 25:27 gegen Ungarn
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21:12 24.01.2011
Holger Glandorf liegt auf dem Hallenparkett und kann es kaum fassen, dass die deutschen Handballer gegen Ungarn einen bitteren Rückschlag einstecken müssen. Quelle: dpa
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Die deutschen Handballer haben auf dem Weg zur angestrebten Olympia-Qualifikation einen herben Rückschlag erlitten. Mit seiner schlechtesten Torwurfquote des laufenden Weltmeisterschafts-Turniers verlor der Titelträger von 2007 am Montag in Jönköping gegen Ungarn mit 25:27 (12:10). Durch die dritte Niederlage im siebten WM-Spiel ist zudem der Traum vom Halbfinale endgültig geplatzt.

Dabei war die Zuversicht nach dem Sieg gegen den Olympia-Zweiten Island noch so groß gewesen. „Es schmerzt irgendwo, weil wir uns eine gute Situation durch das Island-Spiel erarbeitet hatten“, sagte Bundestrainer Heiner Brand. Torhüter Johannes Bitter, noch einer der besseren in der deutschen Auswahl, klagte: „Wir waren vorne zu ineffektiv. Ich verstehe es überhaupt nicht. Wir waren gegen Island so gut und spielen jetzt wieder so eine Scheiße.“ Spielmacher Michael Kraus stellte ernüchtert fest: „Das ist Enttäuschung pur.“

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Im letzten Hauptrundenspiel am Dienstagnachmittag (16.15 Uhr) gegen Norwegen steht die deutsche Mannschaft mit dem Rücken zur Wand, und muss gewinnen, um noch ein Qualifikations-Turnier für die Olympischen Sommerspiele 2012 in London erreichen zu können. „Ich muss erst einmal Abstand gewinnen“, sagte Brand unmittelbar nach der Niederlage und mochte noch gar nicht an die Partie gegen Norwegen denken.

Im Duell mit Ungarn war von der Souveränität im deutschen Spiel wie gegen Island nicht viel zu sehen. Gleich reihenweise vergaben Kapitän Pascal Hens und seine Mitspieler vor 2500 Zuschauern selbst beste Torchancen. Die Ungarn konterten und die deutsche Mannschaft lief einem 1:4-Rückstand (7. Minute) hinterher. „Von Anfang an lief es nicht rund. Bei uns fehlte unabhängig von spielerischen Mängeln auch die Frische“, sagte der Bundestrainer. Nach einer Auszeit aber kam das deutsche Team konzentrierter aufs Parkett zurück und drehte die Partie mit sechs Treffern hintereinander zum 7:4 (13.).

Allerdings leistete sich der frühere Weltmeister im Angriff weiterhin zu viele technische Fehler und schwache Würfe, so dass Ungarn trotz des starken Torhüters Bitter zum 8:8 (23.) ausgleichen konnte. Im Anschluss sorgte Lars Kaufmann, der mit fünf Toren bester Werfer war, mit zwei Treffern wieder für eine Zwei-Tore-Führung, die das Brand-Team bis zum 12:10-Pausenstand verteidigte.

Auch im 2. Durchgang wurde es nicht besser –im Gegenteil. Ein ums andere Mal verwarfen die deutschen Spieler beste Möglichkeiten. Beim 14:14 (39.) war der Vorsprung wieder aufgebraucht und beim 17:19 (45.) verspielt. Vom angekündigten Tempo- und Spaß-Handball war nichts zu sehen. Doch über den Kampf fand die Mannschaft ins Spiel zurück, aber nicht mehr zum Sieg.

Unterdessen steht mit Spanien der dritte Halbfinalist bei dem Turnier in Schweden fest. Die Iberer sind nach einem deutlichen 32:24-Sieg gegen Island nicht mehr von einem der ersten zwei Plätze in der deutschen Hauptrundengruppe zu verdrängen. Zuvor hatten sich in der Parallelstaffel bereits Dänemark und die Auswahl des Gastgebers Schweden für die Medaillenrunde qualifiziert.

Tore für Deutschland: Glandorf (5), Kaufmann (4),Kraus (4), Gensheimer (3), Preiß (2/davon 2 Siebenmeter), Sprenger (2/2), Pfahl (2), Heinl (1/1), Groetzki (1/1), Haaß – Schiedsrichter: Olesen/Pedersen (Dänemark) – Zuschauer: 3963 – Strafminuten: Ungarn 10 / Deutschland 8.

dpa

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