Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Sportbuzzer Deutsche Tennisprofis starten nur mäßig erfolgreich
Sportbuzzer Deutsche Tennisprofis starten nur mäßig erfolgreich
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:48 23.06.2014
Julia Görges zeigte sich nach ihrem Spiel enttäuscht. Quelle: dpa
Anzeige
London

Nur wenige Minuten, nachdem Julia Görges enttäuscht ihre Erstrundenpleite zu erklären versucht hatte, verließ auch Dustin Brown geknickt den Court Nummer 12. In Wimbledon erlebten die deutschen Tennisprofis einen durchwachsenen Eröffnungstag. Der 29-jährige Brown unterlag am Montag dem einstigen Top-Ten-Spieler Marcos Baghdatis aus Zypern 4:6, 5:7, 6:3, 6:7 (4:7), und auch für Fed-Cup-Spielerin Görges ist trotz eines couragierten Auftritts die Einzel-Konkurrenz beim berühmtesten Turnier der Welt gleich nach dem Auftakt beendet.

Am Tag bevor Vorjahresfinalistin Sabine Lisicki erstmals wieder auf dem Centre Court antritt, unterlag die 25-Jährige aus Bad Oldesloe der an Position 23 gesetzten Tschechin Lucie Safarova denkbar knapp mit 6:7 (3:7), 6:7 (3:7). „Wenn man weiß, dass man ein gutes Match gespielt hat, ist das natürlich enttäuschend“, sagte Görges. „Ich kann mir nichts vorwerfen.“

Anzeige

Tim Pütz sorgte für Lichtblicke

Für Lichtblicke sorgten andere, allen voran Qualifikant Tim Pütz. Der 26-Jährige überraschte bei seiner ersten Teilnahme an einem Grand-Slam-Turnier mit einem 2:6, 6:4, 6:2, 6:2-Erfolg gegen den russischen Weltranglisten-62. Teymuraz Gabaschwili. Die Nummer 251 der Welt feierte den größten Moment seiner Karriere. Von den deutschen Damen schaffte nur Mona Barthel mit einem 7:5, 6:0 gegen die Schweizerin Romina Oprandi das Weiterkommen. Weniger erfolgreich verlief der erste Auftritt für Anna-Lena Friedsam, die sich der Japanerin Kurumi Nara 4:6, 4:6 geschlagen geben musste.

Der Deutsch-Jamaikaner Brown sah nach einem 0:2-Satzrückstand schon wie der sichere Verlierer aus, ehe es der Niedersachse mit den Rastazöpfen doch noch einmal spannend machte. Nur 23 Minuten brauchte er, um sich mit dem gewonnenen dritten Satz zurückzumelden. Brown verließ daraufhin kurz den Platz - und die Pause wirkte wie ein weiterer Weckruf. Mit Spaß und Leidenschaft, knallharten Aufschlägen und unkonventionellem Stil erspielte er sich einen 5:2-Vorsprung und hatte die Chance auf den Satzausgleich. Doch er ließ den Zyprer herankommen - und musste ihm am Ende gratulieren.

Ein bis zum Ende spannendes Duell lieferte sich die Schleswig-Holsteinerin Görges mit ihrer favorisierten Kontrahentin. Zwar musste sie schon ein erstes Break hinnehmen, während Lisicki im angrenzenden Aorangi Park mit ihrer Mutter und ihrem Vater noch auf dem Trainingsplatz stand. Die frühere Top-20-Spielerin, die inzwischen auf Platz 99 der Weltrangliste abgerutscht ist, kämpfte sich mit dem Ausgleich zum 3:3 aber zurück.

Deutsche Spieler hoffen auf Dienstag

Als im Tiebreak eine Rückhand weit im Aus landete, hatte ihre Kontrahentin vier Satzbälle - und nutzte gleich den ersten. Immer wieder feuerte sich die Norddeutsche mit der geballten Faust an, führte 4:2 im zweiten Durchgang, gab dann aber drei Spiele in Serie ab. Wieder ging es in den Tiebreak. Und wieder verlor Görges.

Eine Erstrunden-Niederlage vermeiden wollen unbedingt die weiteren deutschen Asse, die an diesem Dienstag erstmals den Heiligen Rasen betreten. Neben Lisicki spielen auch Deutschlands Nummer eins, Angelique Kerber, und French-Open-Halbfinalistin Andrea Petkovic sowie Philipp Kohlschreiber. Insgesamt sind am zweiten Turniertag acht der 15 deutschen Profis im Einsatz.

Ohne Mühe schaffte am Eröffnungstag Titelverteidiger Andy Murray den Sprung in die nächste Runde. Der Brite feierte damit einen ersten erfolgreichen Wimbledon-Auftritt mit seiner neuen Trainerin Amélie Mauresmo. Der 27-Jährige ließ dem Belgier David Goffin beim 6:1, 6:4, 7:5 keine Chance. In Runde zwei wartet in dem Slowenen Blaz Rola eine weitere lösbare Aufgabe auf Murray.

dpa

Sportbuzzer „U 17“-Meister im Wasserball - White Sharks gelingt der Machtwechsel
Jörg Grußendorf 22.06.2014