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Sportbuzzer Die Indians machen sich Mut
Sportbuzzer Die Indians machen sich Mut
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11:05 22.02.2010
Von Björn Franz
Getrauchelt auf der Jagd nach dem Puck - Indians-Spieler DJ Jelitto, dahinter Münchens Patrick Seifert. Quelle: Florian Petrow
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Doch die Mehrzahl der 2381 Zuschauer dürfte sich dennoch mit einem guten Gefühl auf den Heimweg gemacht haben.

Und das lag nicht nur daran, dass der Gegner mit dem Tabellenführer EHC München alles andere als „Laufkundschaft“ war. Es hatte vor allem mit der Leistung des Gastgebers zu tun, der bei seinen Anhängern vier Wochen vor dem Start in die Abstiegsrunde beim 1:3 mit einem starken Auftritt zumindest die Hoffnung auf den Klassenerhalt nährte.

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Trainer Joe West hatte unter der Woche bereits die Vorbereitungsphase für die Play-downs ausgerufen. Und so dürfte sein Augenmerk bei allem Ärger über ein weiteres Null-Punkte-Wochenende – am Freitag hatten die Indians mit 5:6 in Bremerhaven verloren – vor allem auf den positiven Dingen gelegen haben, die seine Mannschaft zeigte. Denn gegen die Münchener waren davon einige zu sehen. Das Überzahlspiel zum Beispiel, das in den vergangenen Wochen nur selten den Namen Powerplay verdiente, funktionierte deutlich besser. Dass der zwischenzeitliche Ausgleich durch Brady Leisenring in Überzahl fiel, passte da ins Bild – auch wenn der Treffer, bei dem der Torschütze von John Hughes vor dem Tor stehend angeschossen wurde, eher aus einem Konter als aus einem durchdachten Spielzug resultierte.

Auch sonst zeigten sich die Indians gestern deutlich verbessert. Mit viel Einsatz und einer konzentrierten Defensivleistung boten sie dem Favoriten Paroli, erarbeiteten sich zahlreiche Möglichkeiten – und hatten in Jan Münster einen großen Rückhalt. Der 30-jährige Torwart zeigte eine starke Leistung, hielt einen Penalty von Niclas Hede, nur beim zweiten Gegentreffer gab er keine allzu gute Figur ab, als ihm ein leicht abgefälschter Schuss von Christian Wichert zwischen den Beinen hindurchrutschte.

So mussten die Indians, bei denen Jan Hemmes wegen einer Handverletzung fehlte, letztlich mit leeren Händen das Eis verlassen. Doch sie konnten das erhobenen Hauptes tun, auch wenn sich DJ Jelitto beim dritten Gegentor erneut einen dieser Fehler in der Deckungsarbeit leistete, die es im Saisonverlauf schon so oft zu sehen gab. Und eine gute Nachricht gab es gestern immerhin trotzdem: Tabellennachbar Wölfe Freiburg wird die beiden Punkte vom 3:2-Sieg nach Verlängerung in Weißwasser am „Grünen Tisch“ verlieren, weil er einen nicht spielberechtigten Akteur eingesetzt hatte.

Tore: 0:1 (7:26) Heatley (Hede, Jann), 1:1 (21:33) Leisenring (Hughes bei 5-4), 1:2 (32:35) Wichert (Auger), 1:3 (53;06) Jann (Buchwieser)

Zuschauer: 2381

Strafminuten: Hannover 6, München 10

Beste Hannoveraner: Jan Münster, Brady Leisenring und Brad Bagu

Nächstes Spiel: ESV Kaufbeuren – EC Hannover Indians (Fr., 19.30 Uhr)

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