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Sportbuzzer Die bärenstarken Seriensieger
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21:18 08.05.2015
Trainer Michael Bartels (links) bejubelt mit seinen Jungs, der U17 von den White Sharks Hannover, den Gewinn der deutschen Meisterschaft. Grundlage dafür war ein starkes Final-Rückspiel gegen den OSC Potsdam.  Quelle: Florian Petrow
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Hannover

Die White Sharks Hannover marschieren von einem Erfolg zum anderen. Immer mit dabei: Trainer Michael Bartels. Der mittlerweile 67-Jährige hat 2002 angefangen. „Bei null“, wie er betont, „mit dem Ziel, im hannoverschen aber auch im deutschen Wasserball-Nachwuchs vieles anders zu machen. „Es kostet enorm viel Zeit“, sagt Bartels, „aber wir haben hier viel erreicht, professionellere Strukturen geschaffen.“ So besteht die Bundesliga-Mannschaft der Sharks nahezu ausschließlich aus Eigengewächsen.

Trainer, oder besser: Baumeister, Bartels stellt seine Jungs für die HAZ vor, die in den Finals gegen den OSC Potsdam gerade den jüngsten Vereinserfolg perfekt gemacht haben. Er verrät nicht nur ihre Stärken, sondern auch die eine oder andere Macke:

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Oliver Nawrat (Jahrgang 1999): „Unser Torwart. Er ist ein echter Spaßvogel. Er wächst in den Spielen über sich hinaus, in denen es um etwas geht. Ansonsten sieht er es des Öfteren ganz schön locker. Nationalspieler seines Jahrgangs.“

Rafael-René Nawrat (1998): „Der Bruder unseres Torwarts ist - obwohl nicht besonders groß - von Haus aus Center, ist aber auf allen Positionen einsetzbar. Ich setze ihn am liebsten als Manndecker ein, er ist immer hoch motiviert, treibt die Mannschaft an. Nationalspieler, wird im Juni bei den Europaspielen in Baku dabei sein.“

Erik Mai (Jahrgang 1998): „Sein Spitzname ist Putin, weil er in Sibirien geboren wurde. Mit 93 Kilogramm sehr durchsetzungsstark. Ein echter Kämpfer, der immer gut gelaunt ist.“

Phillip Kubisch (Jahrgang 2000): „Er ist in meinen Augen der beste deutsche Spieler seines Jahrgangs. Unglaublich konditionsstark, verfügt über eine sehr gute Schusstechnik. Nationalspieler.“

Justus Gläser (Jahrgang 2000): „Er ist ein hochintelligenter Kerl und ein echter Führungsspieler. Wie ein Zwilling mit Phillip Kubisch.“

Jonas Heinemann (Jahrgang 1999): „Sehr zuverlässig, er regelt ohne Aufhebens viel für die Mannschaft. Ist aktuell noch sehr klein, darum noch nicht im Nationalteam, aber er kratzt daran.“

Konstantin Hüppe (Jahrgang 1999): „Er ist ein bärenstarker Center, ist Nationalspieler des 1998er-Jahrgangs und da schon Leistungsträger. Hat noch gute Chancen auf Baku.“

Alexander Peter Bayer (Jahrgang 1998): „,Alex‘ ist Linksaußen, hat in der Hinspielrunde 62 Tore geworfen. Er ist pfeilschnell und ein echtes Konditionswunder. Geht im Training immer ans Limit. Nationalspieler, in Baku dabei.“

Lars Ahrens (Jahrgang 1999): „Der Einzige in unserem Team, der vorher Schwimmer war. Ehrgeizig, schnell, mit einer eisernen Kraft. Mein Turm in der Verteidigung. Reist jeden Tag per Bus, Bahn und Roller eineinviertel Stunden von Auhagen in der Nähe Steinhudes zum Training an. Beste Beurteilungen vom Bundestrainer.“

 Norbert Nagy (Jahrgang 1998): „Er ist vor zweieinhalb Jahren mit seiner Familie von Ungarn nach Deutschland gekommen und seit einem halben Jahr bei uns. Der Junge geht seinen Weg, er ist ein Center der besonderen Art. Geht in Spielen und Training immer an seine Grenzen, ist sehr hilfsbereit. Ist in Baku dabei.“

Lukas Rolko (Jahrgang 1999): „Den Jungen muss man sehen, hat relativ kurze Beine, gewaltige Oberschenkel und -arme und ein sehr breites Kreuz. Ein echtes Kraftpaket mit großer Wurfkraft. Die Torhüter gehen gern auf Tauchstation, wenn er wirft. Nationalspieler, hat gute Chancen auf Baku.“

Vincent Winkler (Jahrgang 1998): „Mit 2,05 Meter Länge der geborene Centerverteidiger. Er hat im Finalrückspiel gegen Potsdam vier Tore geworfen und dabei sein bestes Spiel überhaupt gemacht. Hat sehr großes Potenzial. Nationalspieler, ist in Baku dabei.“

Dominik Schipper (Jahrgang 2000): „Er ist schon 1,90 Meter groß, ein guter Center und bald Nationalspieler. Fehlte im Finale wegen einer Schulterverletzung.“

Philipp Dolff (Jahrgang 1998): „Mannschaftsführer bei uns und in der Nationalmannschaft. Er ist mein verlängerter Arm im Wasser. In dieser Saison ist er bereits ein erfolgreicher Spieler unserer Männer-Bundesliga-Mannschaft. In Baku dabei.“

Norbert Fettback 07.05.2015
Carsten Schmidt 06.05.2015