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Bernhadiner Barry
Sportbuzzer Bernhadiner Barry
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08:00 27.03.2010
Von Dany Schrader
Der Bernhardiner Barry
Der Lawinenhund soll in zwei Jahren mehr als 40 Lawinenopfern das Leben gerettet haben. Quelle: Haz Bild
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Mit den Namen dieser Sender ist eine Hoffnung verbunden, die weit in die Geschichte der alpinen Lawinenrettung zurückreicht. Die Geräte heißen Barryvox und erinnern an einen Hund, der vor zwei Jahrhunderten zum Held wurde: den Bernhardiner Barry.

Der große und kräftige Rüde wurde 1800 auf dem Großen Sankt Bernhard in der Schweiz geboren und von Mönchen des dortigen Hospizes ausgebildet, um in den stürmischen Passhöhen nach Verschütteten zu suchen. Barry machte seine Aufgabe besonders gut, der St. Bernhardshund soll in zwei Jahren mehr als 40 Lawinenopfern das Leben gerettet haben. Zahlreiche Legenden berichten von seinen mutigen Einsätzen. Einmal soll der Spürhund ein bewusstloses Kind mit der Zunge geweckt und sich auf die Seite gelegt haben, damit der Junge auf seinem Rücken nach Hause reiten konnte. Bis heute unbestätigt ist die weit verbreitete Meinung, Barry habe stets ein Fässchen mit Schnaps um den Hals getragen, mit dem sich die Lawinenopfer aufwärmen konnten. Die Bezeichnung „Heilige Hunde“, die noch immer für die Bernhardiner gängig ist, geht jedoch auf Barry und die anderen Hunde vom Pass zurück.

Nachdem ihn ein Lawinenopfer lebensgefährlich verletzt hatte, wurde der Rüde im Jahr 1812 nach Bern gebracht, wo er zwei Jahre später an Altersschwäche starb. Auf dem Hundefriedhof von Asnières-sur-Seine bei Paris wurde für ihn ein Denkmal errichtet. Seinen Leichnam aber schickten die Schweizer zum Präparator. Seitdem ist ein ausgestopftes Idealbild des echten Barrys Teil einer Ausstellung im Naturhistorischen Museum Bern. Die Geschichte des Hundes steht in Büchern und auf Materialien für den Schulunterricht. Bis heute leben auf dem Großen St. Bernhard die Nachfahren des berühmten Barry.

Dass der Lawinenhund unvergessen bleibt, hat aber noch einen anderen Grund. Die Menschen mögen Ortungsgeräte, Sonden und Piepser erfinden – die Nase eines Hundes aber lässt sich im Tiefschnee durch nichts ersetzen.

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