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Sportbuzzer Die beste Mannschaft in Europa
Sportbuzzer Die beste Mannschaft in Europa
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22:30 22.06.2014
„Ich kann noch nicht ganz kapieren, was passiert ist“: Malaika Mihambo überrascht als Beste im Weitsprung. Quelle: dpa
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Nach 2009 im portugiesischen Leira war es der zweite deutsche Erfolg bei dieser Veranstaltung. „Das gibt einen Motivationsschub für die Europameisterschaften im August in Zürich“, sagte am Sonntag nach Wettkampfschluss Clemens Prokop, der Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV). „Wir sehen mit Freude, dass wir die führende Nation in Europa sind.“

Das belegten auch zehn Einzelsiege in den insgesamt 40 Disziplinen der Frauen und Männer, die am Wochenende im Stadion an der Hamburger Straße entschieden wurden. Den drei Einzelerfolgen von Weltmeister David Storl (Kugelstoßen), Christian Reif (Weitsprung) und Arne Gabius (5000 Meter) am Sonnabend folgten am Sonntag die erwarteten 1. Plätze der WM-Zweiten Christina Schwanitz (Kugelstoßen), der Weltrekordlerin Betty Heidler (Hammerwurf) und des Kapitäns und Olympiasiegers Robert Harting (Diskuswurf) sowie vier Überraschungen: Richard Ringer gewann über 3000 Meter, der 22-jährige Andreas Hofmann siegte im Speerwurf, der gleichaltrige Timo Benitz setzte sich über 800 Meter durch, und die erst 20-jährige Malaika Mihambo verblüffte als Beste im Weitsprung. „Das ist eine Botschaft für Zürich. Nicht nur die Leistungsträger haben überzeugt“, sagte DLV-Sportdirektor Thomas Kurschilgen.

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Dabei empfahlen sich die Kurpfälzer Hofmann und Mihambo sogar als Medaillenanwärter. Die 20-Jährige aus Oftersheim sprang mit 6,90 Metern so weit wie keine andere Europäerin in diesem Jahr. „Ich kann noch nicht ganz kapieren, was passiert ist, aber ich bin sehr stolz“, sagte sie nach dem Wettkampf. Hofmann ließ den Speer 86,13 Meter weit fliegen und schob sich damit auf den 3. Platz in der europäischen Jahresbestenliste. Zudem übertraf der Mannheimer seine persönliche Bestleistung um 2,50 Meter. „Woher dieser Wurf kam, weiß ich auch nicht. Ich kann es kaum glauben“, sagte Hofmann, der schon lange als Talent galt, aber mit zahlreichen Verletzungen zu kämpfen hatte.

Völlig unerwartet war auch der Erfolg von Benitz über 800 Meter, den er sich in einem fulminanten Schlussspurt in persönlicher Bestzeit von 1:46,24 Minuten vor dem Polen Adam Kszczot (1:46,36) sicherte. „Ich würde mich als Kampfsau bezeichnen und will mich nicht schlagen lassen“, sagte der siegreiche Student der Luft- und Raumfahrttechnik selbstbewusst. Die EM-Norm hat er damit geschafft. Über 3000 Meter lieferte Ringer in 7:50,99 Minuten einen weiteren Beweis für das „Läufer-Hoch“ im DLV.

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